In Deutschland gab es am Samstag genau eine Schauerwolke. Sie befand sich zwischen Hamburg-Langenhorn und Strukdorf. Noch im Reisetaumel waren wir jedoch zu blind (bzw. zu bescheuert) um sie zu erkennen und fuhren erstmal rein, natürlich ohne Regensachen. Im Zweiten Anlauf kamen wir an, und der Abend bot dann glücklicherweise genug Zerstreuung.
Am Sonntag führte Anja. Souverän, streckensicher, zielstrebig. Ein kleines neues Device führte sie. Ich gurkte hinterher, kritiklos, zufrieden und reichlich müde. Eigentlich hätte es nach Rendsburg gehen sollen zur Kunstausstellung. Aber hier und da mussten dann doch immer wieder Entscheidungen des Device erstmal gedanklich nachvollzogen werden, und der zerstreuende Vorabend war noch bis in den Nachmittag hinein spürbar. Statt Kunst programmierte Anja dann eine Tour durch das selten durchfahrene Gebiet zwischen Nortorf, Aukrug, dann schräg rüber durch die Marsch bis Glückstadt, wo endlich die Sonne schien, alles klar und schön wurde, und wir vorfuhren und was zu Essen bestellten. Den Heimweg über Pinneberg nach Schenefeld kenn ich normalerweise auswendig. Aber Folgen ist jetzt mein Ding.
