Das Jahr ging mit herrlichem Südwestwind zu Ende, mild und nass. Ich tauschte kurzerhand das Fahrrad gegen die Vanvan und brummte in einem Wolkenloch los. Ein Stück durch die Stadt, an den Landungsbrücken entlang, wo abertausende Spaziergänger sich drängten. Hafencity, Veddel, dann allein in finsterster Lichtstimmung über die Peute. Aus grauer Dunstmasse glitzerte die Kupferfabrik wie Weihnachten. Es fing an zu regnen, und die Fahrt wurde immer besser. Auf der Freihafenelbbrücke hielt ich an und genoss das Heranrollen der nächsten inzwischen dunkelschwarzen Front. Zu Hause stellte die Vanvan in der Garage ab, tropfnass und zufrieden. Später kamen Gäste.
über 20 Jahre !!!
Sonntag, 31. Dezember 2017
Donnerstag, 28. Dezember 2017
Theorie
Zwischen den Jahren gab es einsame Nachmittage und theoretisch die Möglichkeit, sinnvolle Dinge zu erledigen. Dagegen sprach, dass das Wetter war kurzzeitig trocken wurde und ich wusste wo sich Anjas Duc-Schlüssel befand. Die Scrambler sprang sofort an, die Rukka-Hose wärmte, die Stadt war leer und das Gasgeben war eine Erlösung. Ich nahm eine ausgiebige Runde durch das Hafengebiet, überholte alles, was in den Weg kam und kam mit der Dämmerung zurück in die leuchtende Stadt, mit kalten Fingern und zufrieden.
Am Donnerstag wiederholte ich das einfach, diesmal fuhr ich nach Norden, machte Halt beim Yamaha-Händler an der B4, wo es warm war sich eine SCR950 willenlos begrapschen ließ. Es ging noch raus bis Bönningstedt, dann mit über 80 Sachen rüber nach Norderstedt und am Flughafen entlang Richtung Badewanne. Hinterher hab ich Anja davon erzählt, sie musste das akzeptieren.
Montag, 25. Dezember 2017
Weihnachten war gerettet.
Zu Weihnachten kamen viele Geschenke, aber das beste war etwas milderes, nasses Wetter, wie man es liebt. Wir hatten einen heiligen Abend auf dem Anwesen verbracht und am nächsten Tag stand uns Horsts Integra inklusive Goretex-Ausrüstung zur Verfügung. Wir genossen eine Fahrt mit Automatik und hermetischem Windschutz durch den grauen Nachmittag, kurz nach Lübeck, einmal um den Kirchturm, dann zu Telse nach Neukoppel zum Kaffee und vor allem MEST-Marzpan. Danach war es wieder dunkel und kalt, aber Weihnachten war gerettet.
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