Nach Feierabend hat man inzwischen gerade noch eine Dreiviertelstunde Zeit, dann wird es dunkel. Bei Fahrten z.B. im Hafengebiet sieht die Sonne dabei spektakulär aus, und selbst danach ist es noch mild. Sogar nachts konnte ich mir manchen Umweg durchs Neonlicht nicht verkneifen, den Strom warmer Luft genießend ließ die Bonnie über die leergefegten Hauptstraßen ziehen. Ist gar nicht so schlimm alles.
über 20 Jahre !!!
Dienstag, 27. September 2016
Sonntag, 25. September 2016
Badehose
Im September fangen die Leute an, Pudelmützen zu tragen und beim Penny gibt es Christstollen. Wir packten die Badehose ein, denn es war ein Sommersonntag mit allem Drum und Dran. Mal eine andere Strecke an die Ostsee fahren, dachten wir und gurkten mit der Welt zufrieden durch Bergedorf, wurden auf dem Weg nach Schwarzenbek dann aber doch wieder nach Geesthacht umgeleitet. Alles easy. In Ratzeburg tranken wir Kaffee am tristen Marktplatz und stellten uns vor, als Tourist würden wir das jetzt unheimlich authentisch finden. Durch Mecklenburg schob uns ein warmer Südwind bis an den wilden Strand von Rosenhagen, unserer Neuentdeckung. Die Sonne brutzelte wie in besten Zeiten, das Wasser war arschkalt, und der Nachmittag zog gutmütig dahin. Wir fuhren bei Schlutup über die Grenze. Lübeck war verlockend an diesem Tag, und so lange her. In der Mühlenstraße war ein Tisch beim Griechen frei, und die Stadt wirkte lebendig und gut gelaunt. Zurück nahmen wir ein Stück Autobahn, wegen der frühen Dämmerung. Zum Schluss waren wir aber wieder auf der Landstraße. Bargteheide, Bergstedt, dann schon vierspurig die unendlichen Ausläufer der Stadt im Abendlicht. Gerne wieder.
Sonntag, 18. September 2016
Improvisation
Beide dachten, warum nicht mal wieder in Richtung Elbuferstraße. Die Wetterkarte sagte das auch. Man musste Lauenburg hinter sich lassen, da waren die Wolken weg und eine angenehme Spätsommerpulloverwärme begleutete uns durch die Elbauen. Als wir in Dömitz ankamen, waren erst 2 Stunden vergangen und wir hatten kein einziges Mal den Gang rausgenommen. Da Martins Café zu war, schauten wir uns den blöden Bikertreff am Schnöselhafen zumindest mal an. Schnell wieder weiter, es gab ja noch das skurrile Café in Hitzacker. Dachten wir, denn nach einem lockeren Törn über buckelige Umleitungen standen wir dort vor einem verlassenen Haus. Von Göhrde aus gibt es eine unentdeckte Waldstraße Richtung Bad Bevensen. Sie war herrlich, und ließ und allein mit unseren Maschinen und dem Fahrtwind. Dass wir schon weit über 200 Kilometer drauf hatten, merkten wir erst, als die gelben Tanksäulen im Tacho nervös aufleuchteten. Es ging dann so weiter, indem wir eine Strecke improvisierten, unten um Lüneburg vorbei, durch weite grüne Landschaften im stillen Nordostquadranten Niedersachsens, der immer noch eine schöne Straße aus dem Hut zaubert, wenn man nicht genau weiß wo es langgeht. Über Winsen und Over kamen wir zurück, mit dem lange nicht dagewesen Gefühl durchgefrorenen Knochen.
Samstag, 17. September 2016
Marschland
Eine zermürbende Schuhgeschäft-Odyssee lag hinter, und ein halber Nachmittag mit der Bonnie vor mir. Es reichte, dahinzurollen, die Strecke war gar nicht entscheidend. Haseldorfer Marsch, warum nicht. Uetersen, Elmshorn, Glückstadt. Laues Lüftchen, eine handgetöpferte Cola, nix Besonderes. Und doch das war es, was den Tag machte.
Mittwoch, 14. September 2016
Weiche Landung
Wir kehrten zurück in ein Hamburg, das heiß war und voller Leben. Vom Flugzeug aus setzen wir uns direkt an einen Tisch beim Spanier und bestellten Tapas. Danach war noch ein Tag frei, den man für dämliche praktische Dinge hätte nutzen können. Stattdessen holten wir die Honda und die Triumph aus der Garage und fuhren ans Meer. Die Maschinen fühlten sich leicht und drahtig an, die Autobahn nach Lübeck war frei und der Luftstrom herrlich. Eine Stunde später lagen wir am Brodtener Ufer in der Sonne, an den Steinen zwischen Hundestrand und FKK-Zone. Ein Ort, an dem alles begonnen hatte, und der nun endlich wieder ein reines Vergnügen war. Wir fuhren über Warnsdorf und Ratekau zurück, auch, um in Schwartau am Hähnchen-Eck zufällig vorbeizukommen wenn der Hunger kommt. Der September liefert schon am frühen Abend das beste Licht, auf den Landstraßen zwischen Bad Oldesloe, Lasbek, Ahrensburg im Streiflicht durch flirrende Knicks und Wälder und Felder, auf denen sich ein erster Grünschimmer bildet. Es war ein normaler Mittwoch, der sich anfühlte wie ein satter Sommersonntag. Weicher kann eine Landung nicht sein.
Dienstag, 13. September 2016
Bom Dia 2016
Das erste, was einem in Portugal auffällt, ist das Licht. Alles wirkt, als sei der "Verbessern-Filter" schon drauf. Wir hatten 10 Tage und eine viel zu dicke Africa Twin, mit der wir durch vergessene Täler im Hinterland Portugals kurvten, überraschende Fjordküsten Galiziens und sensationelle Bergwelten der Picos De Europa sahen, über weite, leere Highways glitten, und schließlich ganz entspannt am Strand lagen und die Brandung bewunderten. Zwischendurch, man kann es gar nicht mehr zählen, hielten wir an unbedeutenden Straßencafés und bestellten Caffe con Leche, oder Tostas Mixta. Ausgangs- und Schlusspunkt war Porto, eine lässige Lieblingsstadt mit Ecken, die uns reinliefen wie der Vinho Tinto, der nach wie vor nur einen Euro kostet.
Der ausführliche Bericht folgt ASAPst auf dieser Welle.
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