über 20 Jahre !!!

20 Jahre !!!

Sonntag, 28. April 2019

Braaab.

Die Vanvan brummte mit 80 Sachen die B75 entlang. Es war ihre letzte Fahrt unter meiner Herrschaft. Im Rückspiegel folgte Anja geduldig. Reinfeld kam, dann Rapsfelder und Frühlingsgrün, schließlich Strukdorf, wo wir Götz trafen, den neuen Besitzer. Nach der Schlüsselübergabe blieb noch Zeit für einen halben Kaffee, wir wollten schnell Lübeck, um die Mash abzuholen. Zu unserer Überraschung trafen wir dort Horst an, der uns die ersten 20 Kilometer mit der NC eskortierte. Ich fuhr zuerst die Mash. Das ging sehr entspannt und gar nicht so bummelig wie man denkt. An der Tanke in der Nähe von Kastorf holten wir drei Eis und bewunderten unseren Fuhrpark. Die Mash und die Sixty-Two standen nebeneinander und sahen eigentlich recht ähnlich aus. aber auf der Straße war der Unterschied in etwa wie ein Bleistift gegenüber Windows 10. Den Rest fuhr Anja die den Bleistift, und ich die Duc. Manchmal ließ ich mich von ihr überholen, nur um nochmal das Braaab zu hören.
Am Sonntag verzog sich gegen Spätnachmitttag das Regengebiet. Anja hatte zu tun, ich machte noch eine ausgiebige Testfahrt mit der Mash. Durchs Hafengebiet, ein Stück am Deich entlang bis Stelle, einen schönen Bogen durchs grün flirrende Hinterland. Wie sie unaufgeregt auf Landstraßen dahinbrummt fand ich klasse, genau wie die trennscheibenartige Kurvenlage. Und das Braaab. Reichlich durchgefroren kam wieder zurück.

Montag, 22. April 2019

Essen auf Rädern

Ostern Off-Topic - Hochsommer in Deutschland. Die Maschinen standen geputzt und betankt in der Garage. Wir saßen im FlixTrain auf unserem Weg nach Essen. Dort begann eine nie dagewesene Expedition: Auf NextBike Mietfahrrädern 3 Tage durchs Ruhrgebiet. Das war im Vorfeld nicht leicht zu verargumentieren, war aber wir wollten das so. Näher kommt keiner an die Realität ran, z.B. wenn man sich von Oberhausen nach Mülheim durch Arabische Straßenzüge vorarbeitet, auf ehemaligen Industriebahndämmen über die Dächer endloser Kleinmannträume schwebt, zum Alkoholfreien in den Biergarten oder durch die Fußgängerzone beim Hotel vorrollt. Alles im T-Shirt, unendlich leicht und nach kurzer Zeit mit Sonnenbrand. Meinen NextBike Cruiser hatte ich schon richtig liebgewonnen und zwischendurch gar nicht entmietet. wir waren damit die defacto Uncoolsten auf der gesamten Erzbahntrasse (und fanden das natürlich erst recht cool). Am Ende waren wir voller Eindrücke. Wir sahen strukturgewandelte Kulturindustrie, künstliche Neusiedlungen, hier und da noch den Prahl vergangener Zeiten, zwischendurch ein Rapsfeld. Alles in allem ein krasser, hipsterfreier Urbanitätsmix aus Istanbul und Wandsbek-Gartenstadt.


Samstag, 6. April 2019

Mashed

Während sich draußen ein greller Frühlingstag entwickelte, stand die SixtyTwo im Dunkel der Tiefgarage und wartete auf ihren nächsten Werkstatttermin. Anja saß auf dem Rücksitz der Vulcan S, die ich mit atemberaubender Geschwindigkeit auf der BAB 1 nach Lübeck trieb. In Nullkommanix rollten wir beim örtlichen Ducatihändler auf den Hof. Dort war gerade ein Bikerfest und es gab viele funktionierende Ducatis. Was uns aber eigentlich dort hin gezogen hatte, war eine schicke gebrauchte Mash Scrambler 400, die wir testen durften. Ich fuhr ein Stück aus der Stadt raus, Richtung Reinfeld, dann wieder zurück. Sie lief locker und brummig. das Ganze war sehr entspannt und man fühlte sich irgendwie von jeglichem Stress nicht betroffen. Anja drehte damit noch einige Runden zwischen den Lagerhallen und bestätigte alles. Ich blätterte ein paar Scheine auf den Tresen und nahm die Papiere mit. Mit der Vulcan fuhren wir noch auf einem schönen Bogen auf einen Kaffee nach Strukdorf. Dort wollte man alles wissen. Es war wie ein Sommernachmittag und wir cruisten genüsslich über Segeberg auf der B206, dann die traumhaften Alleen Schmalfeld, Kaltenkirchen, Alveslohe, Quickborn. Anja beklagte sich am Ende über den Rücksitz der Vulcan. Im Gedanken fuhr sie trotzdem noch eine Runde mit der  Mash .