über 20 Jahre !!!

20 Jahre !!!

Sonntag, 28. April 2024

Kaffee und Milch

Verabredung in Blankensee mit Anja, Horst, Sabine und der Z. Strahlende Kristallsonne von Anfang an, auf dem leuchtenden Lack der Z. Wir mussten über Norderstedt aus der Stadt raus, deren letzte Straßen für den Marathon gesperrt waren. Es ging quer rüber über Bargteheide Richtung Mölln, für mich ein unbeschwertes Eingrooven mit der Neuen. Unterwegs kam über Telefon die Warnung rein, das Oldtimertreffen in Blankenese telefonische Warnung sei zu meiden wegen Überfüllung. Stattdessen saßen wir im Gartencafé in Anker beim Kaffee. Viele Bikes parkten da, aber keine war so schön wie die Z, da waren sich alle einig. Die Strecke südlich über Panten, Lankau, Hammer nach Alt Mölln ist unbekannt und echt der Hammer. Bei Wetter wie an einem Sommerabend, milchig und mild, schwangen wir über die maigrünen Hügel. Im Navi stand noch ein Umweg durch die Nordheide, diese ließen wir weg und gondelten mit 60 Sachen auf der Deichstrecke nach Hause. Ich parkte die Z, wir bewunderten sie nochmal, den Rest des Abends verbrachten wir am Grill mit großen Plänen.



Samstag, 27. April 2024

Z

Internet sagt: universelles Motorrad, bequem, perfekt. Ich fand: verwegen funkelndes Metal Flake Braun, dazu ein Rot wie die Sonne, goldene Räder und ein sexy Bürzel. Gekauft. Am ersten Tag: alptraumhafter Autoverkehr in der Stadt, und auf dem Land, wenn eine BAB auch nur in der Nähe lag. Irgendwo im südlichen Speckgürtel kam irgendwann mal eine freie Straße, und ich schwang frei mit 80 Sachen. Anja war hinter mir, wir fuhren ohne Navi über die Dörfer, erreichten den rettenden am Deich in der Nähe von Lauenburg für eine Pause. Der Rückweg in die berstende Stadt ging easier als gedacht, und ich war zufrieden und durchgefroren. Die Z sah ihren ersten Regen, während ich in der warmen Wanne saß und von ihr träumte.




Samstag, 13. April 2024

Schnurren

Samstag die Sonne wieder da, und die etwas Freiheit in einem Zeitfenster. Ein guter Tag für eine kleinere Ausfahrt mit der Rebel und der SR, im Nahbereich. Alles was ich programmiert hatte, verwarfen wir nach kurzer Fahrt. Wir tuckerten mit 60 Sachen durch die endlosen Dörfer auf dem Elbesüdufer. Am Deich in Barförde hatten wir erstmal genug geleistet, bewunderten den Fluss und saßen rum. Neue Programmierung durch die Heide, auch unterwegs abgeändert und verkleinert. Die SR liebt es, mit 80 Sachen dahinzuschnurren. Es muss nicht abartig spektakulär sein, wichtig ist eine ungestörte Fahrt und ab zu ein Ort wo jemand guckt. Irgendwo war eine Autobahn gesperrt, so dass einige Landstraßen total mit Bürgerkäfigen verstopft waren. Wir wichen über Stelle auf die Deichstraße aus. Die richtig Bekloppten stauten sich in Hamburg. Wir betrachteten sie wie Tiere im Zoo. Nichts konnte uns stressen.



Sonntag, 7. April 2024

Triumph

Ein bombiges Frühlingswochenende, dazu große Pläne. Ja, Strukdorf ist der kälteste Ort der Republik, trotzdem war es richtig, Samstagmittag dort hinzunavigieren. Das Beeline nimmt immer die Route über Norderstedt, und die ist gut. Wir modifizierten sie etwas und kurvten durchs Hinterland. Es war April, und zum ersten Mal durfte wieder die Bolt fahren. Lässig und entschlossen glitt sie über das erwachende Land, Anja folgte auf der Rebel im Rückspiegel. In Strukdorf gab es Kaffee und den Schlüssel zu Götz' Triumph Street Twin, auf die ich für den Rest des Tages umstieg. Es war eine Testfahrt, und die Akzeptanzkriterien waren Aussehen, Coolness und Gleitfähigkeit. Alles wurde gut erfüllt, wobei der erste Teil der Route generell eher kleinteilig war. Von Dorf zu Dorf kreuzten wir auf nördlichen Kurs durch Ostholstein. Auf den kurzen Geraden entwickelte die Street Twin gewaltige Kräfte, meist aber bummelten wir auf  Nebenstrecken durch die Knicks. Ganz oben, im Mittelgebirge kurz vor Kiel tankten wir und planten eine schöne, aber sozialverträgliche Rückfahrt. Die Triumpf wanderte zurück in Götz Garage, ein positives Testergebnis wurde dokumentiert.

Am Sonntag holte ich Brötchen mit Anjas Rebel, nur so zum Spaß. Vielleicht auch, um alle möglichen Unterschiede bestmöglich einordnen zu können. Denn auch die anschließende, ganztägige Fahrt mit der Bolt war noch Teil des Tests. Daher, und einfach weil es so ein herrlicher Frühlingstag war, konnte die Tour gar nicht lang genug sein. Auf leeren vormittäglichen Landstraßen schwangen wir über Oldesloe und Kastorf, Kühsen Richtung Lauenburg, überquerten die Elbe und hingen noch einen großen Bogen auf winzigen Waldstraßen in der Heide dran. In Salzhausen gab es eine Kugel Eis mit Ausnahmegenehmigung, philosophische Gedanken übers Cruisen sowie die Planung einer angemessenen Rückfahrt über die B3. Fazit: Alles geil. Was fehlt ist eine finale Bauchentscheidung.