über 20 Jahre !!!

20 Jahre !!!

Sonntag, 30. Dezember 2018

Mein Freund der Tag


Yeah, es hat nach einer Woche aufgehört zu nieseln. Nach dem Frühstück zog ich die neue schwarze Funktionsunterwäsche drunter und alles was ich hatte drüber. Dann startete ich die Vulcan und rollte durch die Straßen wie eh und je. Einerseits war das ewig her, andererseits war alles wie immer. Es gab praktisch keinen Verkehr, die lagen wohl alle lethargisch rum oder waren im Urlaub, das war gut. Die Mittagssonne stand schwach glimmend am Horizont im Nordwestwind. Ich zog mit Schmackes und ohne groß nachzudenken die altbekannten Strecken entlang, durch den Freihafen, kurz nach Harburg, Kirchdorf, Moorwerder, Peute. Völlige Einsamkeit zwischen Lagerhallen und Springflut. Die Funktionswäsche funktionierte sehr gut. Ich fuhr nach Hause und der Tag war ein Freund.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Glücklich und zufrieden

Auf einmal war Weihnachten. Sicher hätte man sich extrawarm angezogen nach Strukdorf cruisen können, aber 3°C waren Anja nicht genug. Der Regionalexpress war beheizt, das Kaminzimmer auf dem Anwesen auch. Ganz verloren war alles aber noch nicht: Am Ersten stellte uns Horst seine schicke Honda NC 750 nebst Goretexausrüstung zur Verfügung. Sie lag satt und zog automatisch auf vereinsamten Landstraßen eine Runde durch das trübe Grau des Weihnachtsnachmittag. Pronsdorf, um den Wardersee herum, dann kreuz und quer bis Neukoppel, wo ein Licht in der Dämmerung glimmte und Telse uns mit Marzipan erwartete. Auf der Rückfahrt gab ich nochmal kurz Gas, dann waren alle glücklich und zufrieden.

Samstag, 17. November 2018

Ein Rosengarten

Anjas 62 stand in einem Versteck im Rosengarten. Dort gibt es Ducatis aller Epochen, feste Standpunkte zu schwierigen Weltfragen, jemand, der jede Schraube kennt, vor allem aber eine Desmo-Inspektion zum bezahlbaren Preis. Die Novembersonne leuchtete durch das letzte Laub, als die drei Kilometer von der S-Bahn dort hin wanderte. Entsprechend war das Glücksgefühl endlich im Sattel sitzend, herzhaft am Gas drehend, über die Harburger Berge brausend. Ich fuhr noch ein kleines Stück auf der B3, dann über Nebenstraßen zum Freihafen, mit 90 Sachen in die Stadt, die kriechende Kälte entschlossen ignorierend bis zum Schluss.

Samstag, 10. November 2018

Berliner Probleme

Als Fußgänger in Berlin, okay. Vorteil: Man geht unbemerkt den Touristenmasse auf und muss sich nicht schämen. Problematisch wurde es am Samstagmittag in den Hackischen Höfen: Über uns war die Sonne aufgestiegen und strahlte einen Hauch von Novembermilde aus. Die rettende Idee kam von Anja. Wir buchten die nächstbeste Emmy-Elektroschwalbe mit ausreichender Ladung und summten erstmal die Stalinallee entlang. Das ging mit exakt 47 Km/h besser als gedacht. Nach einiger Zeit hatten wir das Geschäftsgebiet verlassen und ich behielt die Akkuanzeige im Auge. Wir kamen auf dem größten je von einer Emmy gefahrenen Bogen durch Lichtenberg und andere krasse Stadtteile. Rauhe Gegenden, in denen alles noch 100% real ist. Am Ende parkten wir ganz kultiviert am Gropiusmuseum, und das war für die Berliner gar nix Besonderes. Aber wir waren so richtig schön durchgefroren und der Tag war gerettet.

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Das Leben geht weiter.

Die Deichstraße zum Zollenspieker ist für viele die erfüllende Tour, von der am Stammtisch erzählt wird. Uns hängt sie meist zum Hals raus. An diesem letzten Oktobernachmittag mitten in der Woche nicht. Vom Endless-Summer waren noch 12 Grad übrig, die zogen sonnig frisch und gleichmäßig durch den Helm. Eine angenehme Ruhe lag über dem Asphalt. Am Anleger trauten wir unseren Augen nicht. Wie im Hochsommer stapelten sich die Bikes, die Warteschlange an der Kaffeeausgabe undenkbar lang. Bei näherer Betrachtung erkannten wir die Tragik: Zwei Drittel der Fahrzeuge trugen Saisonkennzeichen mit der 10 vor dem Strich. Ja, ich wusste noch wie das ist. Aber das war letztes Jahr. Heute zogen wir einfach unsere warmen Handschuhe wieder an und cruisten unbeschwert durch die Dämmerung in Richtung Badewanne. Das Leben ging ganz normal weiter.

Samstag, 20. Oktober 2018

Besuch

Herr E. aus B. war zu Besuch und ich hatte die Aufgabe, ihn zu bespaßen. Ich legte ihm ein paar Schlüssel hin, er zog zielsicher den der Sixty-Two. Anja brauchte sie passenderweise gerade nicht. Er kam mit der Duc auf Anhieb zurecht und folgte mir einen frischen Nachmittag lang durch das Hafengebiet, wo wir bedeutende Aussichtspunkte anfuhren und angasten, wo es sinnvoll erschien. Wir redeten nicht viel, wussten aber, dass es gut war.


Sonntag, 14. Oktober 2018

Porno

Der Sommer war endlich wieder da, und zwar mit alles. Am Samstag ließen wir uns Zeit, denn unser Ziel war nicht weit und lag im Osten. Der Weg führte uns endlich mal wieder die B195 entlang. Zwischen Boizenburg und Dömitz war die Straße vollkommen ausgestorben. Brennende Sonne, gelb leuchtende Wälder und Alleen, all das war ganz allein für uns schön gemacht.  An der Tanke holten wir Cornetto und zogen die albernen Fleecesachen aus, sowas braucht hierzulande niemand. Wir programmierten das Vio und ließen uns über verträumte Landstraßen niederer Kategorien nach Norden treiben. Die Landschaft wurde märchenhaft und sah in den Herbstfarben aus wie im Film. Am Schluss kam ein Stück Highway im Gegenlicht, dann tauchte das Schloss von Neustadt-Glewe auf. Wir checkten ein und bezogen einen Saal mit Engeln an der Decke.

Einen ganzen Sonnensonntag, um ins blöde Hamburg zurückzukommen, daraus ließ sich ein Bogen spannen. Parchim war schnell besichtigt, Dann ging es auf einen aufwendig berechneten Kurs elegant an sämtlicher Zivilisation (sofern vorhanden) vorbei nach Norden. Wir kamen durch endlose Steppen, Weiden und staubige Felder bis weit hinter den Horizont. Immer buntere Wälder und rostrote Alleen zogen fließend durchs Bild. Das alles spielte auf einsamen Sträßchen, auf denen man halten konnte wo man wollte, und Faxen machen oder ambitionierte Fotos. Grevesmühlen war der wichtigste Wegpunkt, wegen der Janny's Eis Filiale. Im weiteren Verlauf bewunderten wir noch das Schloss Bothmer und hätten es passend gefunden, noch ein Stündchen am Strand zu liegen, in Brook, im Oktober. Die Idee hatten aber auch die Eingeborenen, das passte nicht so gut. Es ging noch über Lübeck, den Rest des Tages durch den nie endenden Farbenporno. Die schräg stehende Sonne verstärkte alles noch. Zu Hause brauchten wir viele Worte um immer wieder gegenseitig zu bestätigen, dass es einfach nicht perfekter sein kann als so.

Samstag, 6. Oktober 2018

Die wahre Pracht

Endlich war der Winter vorbei. Strahlende Sonne wie gehabt, alles wieder gut. Wir verschwendeten keine Zeit mit langer Planung, fuhren einfach los, nach Norden raus. Es war Gleiten ohne besondere Ansprüche bis Bad Bramstedt, Richtung Segeberg, im Gedanken woanders. Beim Rasthaus in Bockhorn gab es Filterkaffee, dazu knallte die Sonne auf die Jacken wie die wahre Pracht. Die Fahrt ging weiter durch grüngelbe Alleen nach Neukoppel zu Telse, das war nicht weit. Dort rauchte noch der Grill als wir ankamen, es gab aber nur noch einen Eisbecher. Auf dem Rückweg fuhren wir bis Bargteheide auf goldleuchtender B75, dann über ein paar spontane schöne Umwege zur BAB Anschlussstelle Ahrensburg. In der Stadt waren wieder zu viele Menschen in Autos, aber das konnten wir gedanklich umgehen, an so einem Tag.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Donut of Death

Jetzt, wo sich alles schon richtig herbstlich anfühlt, Brückentage und große Ziele storniert waren, konnte eine kleinteilige zu-zweit-Kaffeefahrt mit der Vanvan rundum reichen. Wir fuhren bei den Deichtorhallen vor und schauen Kunst an, brummten sorglos durch die HafenCity, wo es noch herrliche Baugebiete gibt. Einem infantilen Drang folgend wühlte ich 11-PS-Donuts in den Kies. Das ging eine Zeitlang gut, dann machte es Klonk und die Kette sprang ab. Es folgte das ganze peinliche Programm: hilfloses Rumfummeln, Philosophieren, kein Werkzeug haben,  Kaffee trinken, Abschleppwagen. Der Tag blieb sonnig und tat, als hätte er es nicht bemerkt.

Sonntag, 30. September 2018

Kampf dem Frühherbst!

Ein sonniger Sonntag, der letzte im September. Es war frisch wie seit einem Dreivierteljahr nicht mehr und wir fuhren ziellos los. Anjas Duc brauchte bis Bergedorf, um rund zu laufen. Wo wir schon mal da waren, konnte man auch mal nach Lauenburg fahren und dort über die Elbe. Bescheuert war, dass wir immer genau unter einem diagonalen Wolkenband dahinkrochen, wohin wir auch abbogen. Die Funktionsunterwäsche hatte schwer zu kämpfen mit der Frühherbstluft, was uns nicht davon abhalten konnte, in Salzhausen (inzwischen können wir die Orte auseinanderhalten) eine Kugel Kinderschokoladeeis zu ordern und das Ganze als einen kühlen Tag in einem ewigen Sommer zu verbuchen. Den Rückweg über Winsen, Over, Neuland kennen wir auswendig. In der Stadt hatten die Menschen schon Mützen auf und freuten sich auf Zuhause.

Sonntag, 16. September 2018

Mal nicht durch Nepal

Ben und Kiki sind berühmte Weltreisende. Nachdem Ben uns in einen Wald in der Nähe von Horneburg gebracht hatte, sollte ich die Tour anführen. Ein Ehre, bloß wie soll man das bitte anstellen ohne albern zu wirken? Zuerst gab ich Gas, um die zweifellos vorhandenen Vorbehalte gegenüber Choppermaschinen zu tilgen. Ab einem bestimmten Punkt fuhr ich demonstrativ ohne Navi die bekannten Routen durch die Nordheide, den Blick an den Horizont heftend. Mehr Abenteuer konnte ich nicht auftreiben. Das kam bei den Enduristen aber überraschend gut an und wirkte souverän, auch es planlos von Dorf zu Dorf ging. In Salzhausen war ein ganz schlimmes Stadtfest, aber ich fand die Eisdiele in Amelinghausen wieder. Das gab weitere Bonuspunkte, außerdem war es sonnig und heiß wie in der Wüste. Der Rückweg ging wie so oft über Winsen an den Deich. Ich hatte Bedenken wegen des Bummeltempos, aber am Schluss taten alle ganz begeistert, auch wenn es ausnahmsweise mal weder durch Nepal noch oder Afrika ging.

Freitag, 31. August 2018

Resturlaub

Freitag morgen
Alle fuhren zur Arbeit, nur wir nicht. Die erste gute Entscheidung. Die Zweite: Funktionsunterwäsche und warme Socken anhaben, denn bei 130 Sachen auf der Autobahn waren 18° auch bei unkomfortabel. Bei einem Pappbecher Kaffee in Hildesheimer Börde wurden wir angesprochen, ob wir wohl zum Glemseck wollten. Ja. Danach viel uns auf, dass verdächtig viele PKW Mit GS'en oder Tigern auf dem Hänger in Richtung Süden unterwegs waren. Zwischen Göttingen und Fulda nahmen wir die B27. Das ging flüssig und angenehm, und es war schön, hier mal wieder zu fahren. Das Stück Autobahn Fulda bis Darmstadt erschien im kosmischen Maßstab zwar winzig, zog sich aber bis in den Spätnachmittag. Letztlich kamen wir doch noch ganz entspannt in der Wormser Straße an, wurden herzlichst aufgenommen und thematisierten bis in die Nacht, warum die Fahrt am Ende 9 Stunden gedauert hat.

Samstag
Wieder Autobahnrauschen  in der Morgenfrische, aber nur bis Heidelberg. Albrecht hatte gesagt, fahrt bloß nicht auf der A6 nach Stuttgart, und auf der A8 schon mal gar nicht. Die Landstraße über Bretten war schwungvoll und frei, herrlich zu fahren und gab einen Vorgeschmack auf Urlaubsfeeling mit Kurven, Sonne und Benzin. Das Vio navigierte uns über grüne Hügel nach Gerlingen. Hinter einem kleinen Pass lag das Glemseck. Wir dachten, wir seien frühe Vögel, doch das Gelände war schon so überfüllt, dass wir auf den Außenparkplatz verwiesen wurden. Den Rest des Tages prägten lässige Bikes und Serious 1/8 Mile Business. Wir waren 2 von zwanzigtausend spürten die ganze Zeit ein erlösendes Gefühl, dass es diese Art Welt wirklich gibt.

Sonntag
Die heutige gute Entscheidung war, vor den aus Osten anrückenden Regengebiet nach Westen zu fliehen, auf der sonntagmorgendlichen BAB nach Karlsruhe, und dann, im Schutz des Schwarzwaldes, nach Süden zu fahren. Und zwar auf der Französischen Seite, dort gleitet man gedankenverloren über die Bahn und kein Vertriebler kommt mit 250 Sachen angedonnert, wenn man mal zum Überholen ausschert. Alles ging fluffig, und weil es so entspannt war, checkten wir kurzerhand in Colmar ein. Dort ist es schön, es lag auf dem Weg und das Ibis Budget kostet die Hälfte. Außerdem gibt ein Eintopfgericht namens Baeckeoffe. Vorher war noch genug Zeit, kurz über die Grenze zu fahren, um Geld zu holen und Zigaretten. Breisach ist eine hübsche Stadt mit Weinfässern und Fahrradtouristen. Aber zuerst sieht man Tankstellen und Sexshops als wäre hier der Osten.

Montag
Bis Basel war es nur ein Katzenwurf. Im morgendlichen Berufsverkehr tasteten wir uns durch Schweizer Vorstädte. Mit Navi war das leicht. Die eigentliche Herausforderung war, keinesfalls auch nur einen Strich zu schnell zu werden, den in der Schweiz drohen sofort existenzvernichtende Strafen. Im weiteren Verlauf wurde das zum Problem: Um die Autobahnplaketten zu sparen, waren wir auf Bundesstraßen unterwegs. Normalerweise kein Ding. Das Land ist aber so eng besiedelt, dass sich man mit Generell 50 (nicht 51!) Km/h dahinquält, und zwar über Stunden. Mal ein freies Stück mit 80, herrlich, kurz im Fünften, nie länger als ein Kilometer. Wo die Berge anfingen, relativierte sich das. Über den wolkigen Glaubenbergppass erreichten erst Giswil, dann die Iwi-Almhütte, wo wir noch herzlicher empfangen und rundumversorgt wurden.

Dienstag
Alpengipfel in blauer Morgensonne, ein voller Tank und eine Kreditkarte, schönes Leben. Wir schlängelten uns den Sustenpass hinauf, ehrfürchtig das Bergpanorama bewundernd, bloß nicht zu schnell, auch nicht wenn ein einheimischer GS-Fahrer im Rückspiegel drängelte. Es ging in Serpentinen wieder bergab, mit Sicherheitsabstand bei lässig auf der Fahrbahn spazierenden Kühen oder Kleinwagen mit Deutscher Nummer. Auf der anderen Seite kam gleich der Klausenpass. Wieder spektakuläre Strecken am Felshang, gleißende Dreitausender, Glücksgefühle. Auf der Passhöhe wechselte man Euro 1:1 für einen Milchkaffee und Schokiküchle. Das übergeordnete Ziel war eigentlich, aus der Schweiz heraus zu kommen, um nicht zu verhungern. Bis ins Billigland Österreich war es kein weiter, aber wieder zermürbender Weg durch 50er Zonen und leere, saubere Kleinstädte. Es ging an einem See entlang, dann waren wir unmerklich in Liechtenstein und schließlich, nahe Feldkirch, in Österreich. Die Sonne brannte heiß, wir kauften ein Wochenpickerl plauderten mit der Tankwärtin aus der Lüneburger Heide. Bludenz war nicht weit, hatte den Titel "Alpenstadt" und ließ sich online buchen. Auf dem Weg dorthin konnte man auf einem Stück Österreich-Autobahn dreistelliges Tempo fahren. Das war wie ficken.

Mittwoch
Normalerweise ist hier der Startpunkt für die Silvretta Hochalpenstraße. Hätten wir auch gemacht, nur haben aber auf der Karte nur ein Tal weiter der Zugang zu einem der letzten Probleme des Alpenraums entdeckt: Dem Timmelsjoch. Den Arlbergtunnel hatten wir dabei gar nicht auf dem Schirm. Er war endlos, so dass man glaubte, für immer im Erdinneren zu verschwinden. Am Ende kostete er 10 Euro pro Bike. Das lange Tal bei Sölden war touristisch optimiert. Ein steter Strom von Motorradgruppen hielt auf den Pass zu, allen voran eine unerträgliche Horde holländischer Prollbiker mit Schlagermusik. Die Passüberquerung kostete weitere 14 Euro und oben war kaum ein Stellplatz zu bekommen. Dennoch: der Ausblick war phänomenal. Unser Tempo war weiterhin vorgegeben durch die Ergriffenheit vor der gewaltigen Landschaft. Im Tal war das südliche Klima zu spüren. Es ging gleich wieder hoch über den Jaufenpass. Wir endeten im Autohofhotel an der Brennerstrecke. Das war speziell, aber die Pizza war weltklasse.

Donnerstag
Nicht Autobahn fahren, hatte die Rezeptionistin mit solider Glaubwürdigkeit gesagt. Die Brennerlandstraße ging genauso schnell, ohne LKW aber mit schmissigen Kurven. Innsbruck umfuhren wir pragmatisch und bogen über Seefeld auf einer astreinen Bergrennstrecke nach Deutschland ab. Von einer Hochebene aus wurde das Zugspitzmassiv am Horizont sichtbar. Ein allerletztes Problem der Alpen, wurde uns klar. In der Nähe von Garmisch war der Berg gewaltig und grau. Das Seilbahnticket kostete Unsummen, aber wir wollten das jetzt endlich abhaken und investierten in den Deutschesten Berg der Welt. Der spätere Streckenverlauf über Reutte nach Füssen war eine tramhafte, leere Landstraße durch ein wildes Tal, die nochmals die Grenze hin und her wechselte. Als schließlich die Alpen im Rückspiegel verschwanden, lag vor uns die Weite des Allgäus. Man kann von Bayern halten, was man will, die Straßen waren klasse. Weiläufig, kaum Verkehr, genau im richtiger Balance zwischen Dahingleiten und eleganten Schwüngen, meist auf der B16. Die hermetischen Dörfer mit ihrer beklemmenden Zwiebelturmreinlichkeit und AFD Plakaten musste man tilgen. Es war gut zu wissen, dass wir bis Ulm durchfahren würden. Einer richtigen Stadt, mit Graffiti, Aperol Spritz und Rinderbraten.

Freitag
ein langes, fließendes Stück Schwäbische Alb schob sich durch den ungemütlichen Vormittag. Abseits der Hauptströme arbeiteten wir nach Norden vor. Gerstetten, Bartholomä, Crailsheim. Wege, zu den man das VIO überlisten musste, die einen glauben lassen, was für ein schönes Ländle. Am Nachmittag kamen wir über Bad Mergentheim an den Main. Die Täler lagen im Nebel, oben schmiegten sich einsame Straßen an weite Wellen. Bei Gemünden erwischte uns eine Schauerzelle ohne Regenzeug. Die erste seit 6 Monaten. Der Weg durchs romantische Saaletal war ein Erlebnis. Wir landeten schließlich auf einem unbekannten Stück der B27, das leer war, und kurvig und unbeschreiblich schön. Dann kam Fulda, dort checkten wir ein und diskutierten alles durch, aber der Italiener hatte noch auf und Heizpilze.

Samstag
Im Morgennebel bei 8°C rauschen wir die B27 entlang. So leer sieht man sie nie. Kilometer verflogen, es ging immer weiter, die Kurven, die Ausblicke auf Deutschland wie im Bilderbuch, Tanken, Pinkelpause, Göttingen. Das war voller Leben, danach die B3, die war auch gut, etwas voller, kein Problem. Selbst Hannover war easy-going und es war erst früher Nachmittag. In Bergen, sonst ein Sonntagsausflug, gab es 1A Burger zum Reinbeißen an der Tanke, dass passte in Konzept. Es folgten lange Waldgeraden, seltsames, helles Licht, ein riesiger Himmel uns schließlich Hafenkräne und Baustellen. Wir waren zu Hause, und der Resturlaub war wo er hingehört.

Donnerstag, 30. August 2018

Dynamik

Klar, man konnte auch mal mit dem Rad in die Stadt fahren und sich Kunst angucken. Danach war aber noch zu viel Nachmittag übrig, um in sonntäglicher Lethargie zu versauern. Ich schnappte mir die Vulcan und fuhr einfach ein Stück nach Norden raus. Was simpel begann, entwickelte ungefähr ab Quickborn eine interessante Eigendynamik. Ich fuhr einfach der Nase hinterher und kam über Alvesloe auf kurvigen Straßen immer weiter vom Weg ab. Kaltenkirchen, Strüvenhütten, Seth - herrliche Strecken zum dahinbrausen. Da ich allein fuhr, konnten Pausen aller Art warten. Es ging dynamisch weiter über Borstel, Grabau bis ganz nach Oldesloe. Dort hielt ich gar nicht an, sondern rauschte in gleichem Stil weiter bis Kastorf, von da nach Trittau, da war der Tank schon bedenklich leer. Es ging noch durch den Sachsenwald bis an den Elbdeich. Ich war durchgefroren und hatte inzwischen so einen Kohldampf, dass eine Krakauer am Zollenspieker die einzige Option war. Die Sonntagsfahrer standen da rum und hatten keine Ahnung.

Samstag, 18. August 2018

Gerne wieder.

Ein bisschen war es, als seien wir ewig nicht unterwegs gewesen. Dabei war es ein normaler Sommersonnabend wie immer. Wir fuhren durch den Hafen aus der Stadt raus, über die Harburger Berge, Richtung Heide. Das Fahren war angenehm und weich, aber irgendwie auch distanziert. Die sonnige Landschaft glitt wie ein Film vorbei. Wir suchten eine passende Eisdiele in der Gegend wo alle Orte gleich heißen und gleich aussehen, was egal ist, denn die Strecken dazwischen sind alle gleich gut. Ich glaube es war in Salzhausen, da konnte man vorfahren und das Eis war super. Es ging über eine bei näherer Betrachtung doch bekannte Straße nach Winsen, und von dort am Deich entlang zurück in die Stadt. Alles schon mal dagewesen, und immer gerne genommen als Sinnstiftung eines sonnigen Sonnabends.

Sonntag, 5. August 2018

Escort Service

Wenn die Berliner auf der Durchreise nach Litauen auf der R100R anrollen, will man ein perfekter Gastgeber sein. Tisch und Bett waren selbstverständlich, und auf dem Weg ins ferne Kiel gehörte eine ordentliche Eskorte einfach dazu. Ich hatte morgens wach gelegen und eine Route ausgedacht, die die nördliche Umgebung glänzen ließ. Es war Sonntag, man konnte problemlos über Sasel aus der Stadt raus fahren. Bargteheide, Oldesloe. Das erste Highlight: Die Kurvige nach Bad Segeberg kam schon mal gut an. Dann: Blunk Richtung Plöner See schwingend, Eisbecher bestellen in Bosau. Ausnahmsweise waren mal keine 32 Grad, stattdessen angenehme Jackentemperatur und wechselnde Wolken. Von Plön aus improvisierte ich eine Route zusammen, die man sich merken muss: Über Lebrade ging es kleinteilig durch abrasierte Felder nach Norden, bis Selent, von da weiter durch nie gesehene Landschaften bis Probsteierhagen und schließlich Laboe. Wir verabschiedeten die Reisenden und fuhren mehr oder weniger die gleiche Strecke zurück. In Plön mampften wir eine Bratwurst am immer wieder problematischen Bikertreff. Die Rückfahrt war richtig schön, und den spontanen Schlenker über Kaltenkirchen und Alveslohe im Abendlicht kosteten wir aus, als wäre es etwas ganz Besonderes.

Sonntag, 29. Juli 2018

Komfortzone

Die Front des Vortages hatte anfangs noch frische Luft hinterlassen. Die Tour begann genau wie meine von gestern: Elbtunnel, Rosengartenstraße, B3. Das Fahren war unheimlich leicht, weich und geschmeidig, die Straßen leer, das Land sauber, das ganze Leben schön. Es ging leichtfüßig durch die Heide, mal elegante Kurven, dann wieder Gleiten durch sonnige Alleen ohne Ende. In Amelinghausen fanden wir zur eigenen Überraschung das Eiscafé vom letzten Mal wieder. Wir parkten zwischen einer Horde Ducati und Bimota Rennmaschinen. Mit dem Nachmittag war die Hitze zurückgekommen. Nur wer fuhr, verglühte nicht. Wir arbeiteten uns durch angenehm dunkle Waldstraßen bis an die Elbe bei Darchau vor. Der Fluss war aber so ausgetrocknet, dass die Fähre untätig auf Grund lag. Es war Zeit genug, den Bogen über Dannenberg und Dömitz voll zu machen, auch wenn wir immer öfter Pausen brauchten und an jeder Tanke halten und neue Wasserflaschen kaufen mussten. Die B195 zurück war vollkommen leer. Im Gegenlicht glänzender Asphalt, der seidig unter den Reifen durchrollte, ohne erkennbares Ende. Rundum eine saubere Wohlfühltour, auch wenn Anja die letzte Stunde weit außerhalb der Komfortzone im Hamburger Iron-Man-Stau verbringen musste.

Samstag, 28. Juli 2018

Auf die Sekunde

Ich hatte den Samstag für mich allein und dazu Anjas Sixty2. Es war heiß wie immer und ich versprach mir einen kurzen Moment der Abkühlung im Elbtunnel. Danach fuhr ich die Rosengartenstraße, ein Stück B3, nach Schneeverdingen. Überall nix los. Ich hatte gelesen, nun seien im ganzen Land Ferien, so dass es gründlich von allem befreit war, was stört. Die meisten sind schon in Ferienlagern interniert, der Rest wird auf den Autobahnen in langen Staus gebunden, das gefiel mir. Es kam ein genüssliches Stück durch die Heide, auch dieses ohne störende Pferdekutschen o.ä.. Raven, Wulfsen, Salzhausen. Die meiste Zeit ging es einsam durch den Wald, oder über 33° heißes Land, dankbar über eine Dusche im Vorbeifahren aus der Feldbewässerung. Langsam guckte ich auf die Uhr, dann in den Himmel. Aus Südwesten rückten Gewitter an. An einer Tanke in Winsen plauderte ich mit 2 Duc Rasern noch locker übers Wetter. Als ich aus der Stadt raus war, wurde das gesamte Ausmaß deutlich. Eine supermassive schwarze Front walzte auf mich zu, und auf meinen garantiert nicht wasserdichten Hoodie. Ich erreichte mit Vollgas auf der Autobahn Harburg, dort entlaubten die Sturmböen bereits Bäume. Irre Flucht nach Hamburg auf der letzten Rille. Sandsturm, Sekunden: Parken, Tür zu, Weltuntergang.

Freitag, 27. Juli 2018

Mondfahrt

Die Idee, zur Mondfinsternis an den Elbdeich in den Vierlanden zu fahren, war genial. 10000 andere hatten sie zwar auch, aber wir waren motorisiert mit einer Duc 62 und einer Vanvan. Man konnte bis spät im T-Shirt fahren, kurzhosig und frei. Schräg, am Zollenspieker zu sitzen und in den schwarzen Himmel zu starren. Die ISS raste vorbei, dann kam der Mond in Rot, der Mars wie eine orange LED. Das sah klasse aus, aber die leeren, grüngeschalteten Straßen der heißen Nacht auf dem Rückweg, das war besser jede Raumfahrt.

Dienstag, 24. Juli 2018

Die Brücke

Es fühlte sich seltsam an, Ziele tagfüllender Touren flogen als BAB-Abfahrten vorbei. Gegen Mittag standen wir am Fähranleger in Puttgarden. Vor uns lag wie ein Abenteuer Dänemark. Auf der anderen Seite des Großen Belts gab es lange Landstraßen, wenig Verkehr und die gleiche sengende Sonne wir überall. Wir fuhren auf einem Highway namens 151, der liegt wie en welliges Band in der gelben Landschaft und führt bis nach Kopenhagen. Die Hoffnung auf einen Filterkaffee und knallrote Pølser starb allmählich, als wir in die quälende Vorortkette bei Køge kamen. Ein Quarterpounder von McDonalds musste reichen. Den Rest erledigten wir auf der Autobahn. Die Hauptstadt empfing uns wie eine Mischung aus Berlin und Kiel, alles war metropolig und bunt. Wir parkten die Mopeds hinterm Hotel und verbrachten den nächsten Tag auf Mietfahrrädern, sahen dabei tausend dinge, die schön waren oder interessant.
Am Sonntag um 10 Uhr überfuhren wir die Øresundsbroen in diesiger Luft. Es war wirklich grandios, es gab keinen Verkehr, und am anderen Ende war Schweden. Einen ganzen Tag hatten wir, um den südlichsten Zipfel des riesigen Landes zu erkunden. Meist ging es dabei durch Landschaften im Stil von McPom (dazu später mehr), nur noch eine Nummer größer, oder auf breitspurigen Highways durch lange, zerzauste Wälder. In den Ortschaften hatten wir anfangs große Erwartungen, doch es gab keinen Kaffee geschweige denn Köttbullar. Dazu wirkten selbst Sehnsuchtsorte wie Hässleholm oder Ystad wie Abziehbilder von Elmshorn. Trotzdem fuhren wir um 21 Uhr zufrieden in den Bauch der MS Niels Holgerson. Die Luxuskabine war größer als das Hotel in Kopenhagen.
Montag, 7 Uhr morgens, Steuerborddeck: Travemünde zog schläfrig vorbei. Eine halbe Stunde später saßen wir am Strandbahnhof im Backshop, Croissants mampfend und Pläne schmiedend, bevor die Touristen kamen. Mit der Priwallfähre nach Rosenhagen, noch einmal schnell Urlaub am Meer. Bis Mittag, dann hatten wir Heißhunger auf Hähnchen und fuhren nach Grevesmühlen (und die Touristen kamen). Was blieb, war eine lange, rauschhafte Fahrt bis in den Süden McPoms, und wir hatten es für uns ganz allein. Vor allem das Ende von Gadebusch über Krembz nach Wittenburg war Weltklasse, da kommt Südschweden nicht mit. Es ging weiter ganz entspannt über die B5 und die Deichstrecke nach Hamburg. Dort quälten sich die Zurückgebliebenen in ihren Blechlawinen durch die Gluthitze der Baustellen. Wir rollten in die Garage, machten ein Alkoholfreies auf und legten die Füße hoch.

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Sonntag, 15. Juli 2018

Gewonnen!

Bedeckter Himmel, Pullover, sowas hat man selten. Es war schon später Samstagnachmittag, als wir im Experimentalmodus nach Stukdorf unterwegs waren. Zwischen Itzstedt und Bad Oldesloe ging es vom Vio gesteuert querfeldein über Kreisstraßen aller Ordnungen. Oft genug standen wir in privater Atmosphäre in unbekannten Dörfern und programmierten neu, wenn z.B. eine der vorgeschlagenen Routen sich als Dead-End Katzenkopfstraße von 1650 herausstellte. Das letzte Stück fuhren wir aus dem Kopf, und als wir ankamen waren schon alle da und der Grill bereits vorgeheizt.
Der Sonntag war von Anfang an wieder sonnig. Ich führte ich einen interessanten Tross an, gebildet aus Anja, Hort mit seiner Integra sowie einem Audio-Cabrio in dem Sabine und Iris saßen. Es ging auf der Autobahn an Lübeck vorbei Richtung McPom. Wir kamen auf die Landstraße Ratzeburg-Schönberg, von dort war es nicht weit bis zum Strand bei Brook. Horst wusste was gut ist und machte sich wieder auf den Weg. Alle anderen brutzelten in der Sonne. Der Nachmittag verstrich, das Cabrio hatte sich verabschiedet, ich war im Wasser. Alles Weitere drehte sich um Logistik, nämlich wie man das Endspiel in das Konzept integrierte. Wir beschlossen das einzig Richtige: Drauf geschissen. So freie Straßen gibt es kein zweites Mal. Schwungvoll-leichtfüßig rauschten wir erst zu Janny's Eis nach Grevesmühlen, dann die verträumte Buckelpiste über Rehna nach Carlow. In der Art und bei perfekter Temperatur ging es weiter: Mustin, Kitlitz, Seedorf, Zarrentin. Glühende Felder, schwarze Alleentunnel, Schnitzel am See. Da war Frankreich längst Weltmeister. Aber in Wahrheit hatten wir den Hauptgewinn. Das noch folgende herrliche, lange Waldstück über Gudow nach Büchen, und auch der Abschluss über die Deichstraße in die warme Stadt im Sonnenuntergang bestätigten das nur.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Indien hat alles verändert.

Das diesmalige Werkstattersatzfahrzeug war eine lang ersehnte, mattschwarze Royal Enfield Himalayan. Anja begleitete mich auf der Sixty-Two. Die Enfield lief sahnig weich und nahm den bekannten Strecken durchs Hafengebiet die ganze Aufregung. Alles war schnurrig und schön, der Wind wie weggeblasen und die Straßen wie neu geteert. Am nächsten Tag holte ich die Vulcan ab. Sie war hart, flach und drahtig. Und die Straßen wieder voller Abenteuer.

Sonntag, 8. Juli 2018

Down

B4 nach Bad Brahmstedt, B206 nach Segeberg. Wetter wie immer: greller Sonnenschein. Kilometer spulten ab, der Thrill ließ auf sich warten. Kleines Highlight: Die Kurven zwischen Blunk, Stocksee, Ascheberg. Der absolute Downer war dann das Bikertreffen in der Plöner Altstadt. Diesmal waren wirklich mehr Rollatoren als Bikes da. Wir zogen unmotiviert ab, ließen Lübeck links liegen, bis Reinfeld, kämpften uns ein Stück parallel zur B75 nach Süden. Aber die Luft war raus, auch die große Runde durch den Sachsenwald sagten wir ab. Sie Sonne schien ungerührt weiter, weiß und hart, aus einem leeren Himmel ohne Struktur.


Dienstag, 3. Juli 2018

Kurz vor Zehn in Deutschland

Nach dem Döner nochmal raus ins harte Abendlicht, wenn die Straßen sich leeren. Auf der Autobahn bis zum Rosengarten gleiten, dann durch Wald und Wiese, die Sonne um kurz vor Zehn über Weizen untergehen sehen. Die B75 zurück Richtung Harburg, durch Grüntunnel finster und kühl. Dämmerung über dem Funkeln der Containerterminals, nochmal kurz dreistellig beschleunigen und dann geheilt nach Haus.

Sonntag, 1. Juli 2018

Standbild

Wir hatten unsere Gepäckrollen abgeschnallt, uns frisch gemacht, die Mopeds gewaschen und sind wieder los gefahren. Diesmal nicht auf wildem Ritt durch Mittelitalien, sondern über die B4 nach Norden. Das war sehr grün und es war angenehm, auch mal gedankenlos dahin zu rollen. Aber auch unheimlich. Das ganze Land war leer und lag starr und leblos im grellen Licht des Sonntagnachmittages. Wir fuhren durch ein hochaufgelöstes Standbild. Der Hunger hatte uns nach Kollmar getrieben. Dort gab es Bratwurst und die Sorgen kleiner Leute. Wir waren immer noch abwesend und hätten genausogut auch gleich wieder auf die Reise gehen können.

Molto bene!

In Italien ist vieles genau so wie man denkt. Aber viel besser. Die Leute fahren wie bescheuert, sind aber okay. Die Straßen führen einsam durchs Hinterland zu Städten, die alles übertreffen. Die Pizza schmeckt wie beim Italiener, nur besser. Wir füllten 2 Wochen mit 3000 Kilometern zwischen Abruzzen und Gardasee und am Ende kannten wir alle Tricks.
Mehr dazu hier demnächst hier den Reiseberichten.

Sonntag, 10. Juni 2018

Die Christen

Es war ein träger Sonntag mit matschigem Himmel und ohne größeres Ziel. Wir brachten Altglas weg und reviewten Packrollen. Solche Sachen. Im Zentrum hatten sich tausende Christen auf Rädern versammelt und einen medienwirksamen Konvoi in die Umgegend angezettelt. Als die Stadt endlich leer war, starteten wir die Maschinen und fuhren auch raus, nicht ganz ohne Neugier. Bei Möbel Kraft in Buchholz sahen wir sie, bzw. deren Reste. Einige verbrannten in göttlicher Extase Reifen, andere beteten still und aßen Wurst. Im Heidentum bestätigt tasteten wir uns durch Buchholz' ausgedehnte Dreißigerzonen nach Osten heraus und waren überrascht, z.B. über den Bergwald bei Bendesdorf oder die lange Gerade von Brackel hoch bis Stelle. Das ist der Richtige Ort für Ungläubige, es gibt einem Imbiss mit angeschlossener Support-81 Kneipe, wo man seinen Roller abstellen kann. Inzwischen war das Wetter richtig schön geworden. Wir kamen wieder mal über Over ins Hafengebiet, das war nicht weit. Der Rest war Routine und absolut wohltuend.

Samstag, 9. Juni 2018

Sommerfrische, kurz.

Anja hatte für Samstag STRAND! in den Kalender geschrieben. Gegen Mittag waren wir also unterwegs. Die Autobahn konnte man gleich abhaken, man kam nicht mal dort hin. Also gurkten wir in zermürbender 70 Km/h Kolonne über Bergedorf, Schwarzenbek, Mölln, Ratzeburg. Danach, endlich, die Strecke bis Schönberg. Die war erholsam, aber der Flow kam nicht mehr auf. Brütende Sommerhitze machte den Strand gleich kurz hinterm Priwall zu einem Sehnsuchtsort. Die Brise war zunächst angenehm frisch, dann kalt. Der Himmel wurde diesig. Wir packten ein und fuhren zurück in die Hitze des Kontinents, durchquerten ihn von Nord nach Süd. Zarrentin, dann die verwunschene Waldstraße nach Gudow. Büchen, Lauenburg, Autobahn Geesthacht-Hamburg mit Rückenwind. Vorne lockte der Holzkohlegrill, hinten war nix mehr.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Kurze Hosen

Warten, dass die Straßen sich etwas leeren. Aus der Garage rausfahren, sofort Sonnenvisier runter. Durch die Schanze, wo alle in kurzen Hosen rumlaufen, mit Bierflasche. Staub stand in der harten Abendsonne über heißem Asphalt. Es folgten Hafenkräne, Schiffe, dann grüne Marschen. Wir hatten gehört, dass es am Lüheanleger neuerdings Pulled Pork gibt. Der Imbiss hat 'bis Sonnenuntergang' auf, das ist momentan locker 22 Uhr, ideal für eine lässige Spätfahrt in einem Land, dass nur aus einem nie endenden Sommer besteht. Nach dem Pork kam noch ein Cornetto, die Sonne verglühte und wir trieben über die Deichstraße zurück. Fließende 70 Sachen, durch Mückenschwärme, durch irres Lichtermeer, in die summende Stadt, die in kurzen Hosen.

Sonntag, 3. Juni 2018

Unerhörte Leichtigkeit

Christian hatte eines Abends seine Innova in unserer Gerage vergessen. Das machte nix, außer dass sie etwas Platz wegnahm. Und dann kam nach langer Zeit ein Wochenende mit normalem Wetter, Schauern und einem diesigen Sonntag. Auf dem Sofa entstand die Idee einer 125er Fahrt. Anja auf der Vanvan, grinsend und laut, ich auf der Honda. Das vertraute, unvergleichlich schnurrige Gefühl von damals setzte unvermittelt ein, sofort wollte ich mit dem Ding bis nach Italien fahren, ach was, Afrika! Für heute reichte erstmal auch die Rosengartenstraße, danach ungestört mit fuffzig durchs Alte Land, dann möglichst selbstbewusst beim Lüheanleger vorfahren. Unter diffus-milchiger Suppe liefen die Boliden zügig durchs Dreieck Buxtehude-Harsefeld-Sauensiek. Wir fanden diese Gegend heute mal richtig gut, entdeckten z.B. den Gauß-Turm in Litberg und waren eigentlich schon auf dem Rückweg durch Wald und Wiese. Da kam die Sonne raus und änderte den Plan: Wir bogen einfach nicht ab, sondern stießen durch bis Stelle, weiter im Abendlicht bis Winsen und fanden dort überraschend ein leckeres Essen. Sonst wären wir ohne Weiteres bis Lüneburg weitergefahren, oder ans Ende der Welt. Denn alles an dieser Fahrt war so unerhört leicht und locker, niemals langsam und nie genervt. Am Ende waren wir ganz nachdenklich und sponnen uns wilde Fuhrparkszenarien zurecht.


Sonntag, 27. Mai 2018

Große Pause

Aufgewacht war ich mit dem Bedürfnis nach Weite und Raum, mal dahinbrausen, und zwar mit mehr als 70 Sachen, mit keinem Trödler vor der Nase und vielleicht mit etwas Luft zwischen den Dörfern. Da kam mir die Gegend in den Sinn, wo damals die Bonnie verblieben ist, das war irgendwo bei Zeven, da ist praktisch nichts. Anja kam gutgelaunt mit. Irgendwie zog sich die Strecke aber und wurde doch etwas langweilig. Zeven erreichten wir, gottseidank gab es dort eine Eisdiele mit Sonnenschirm. Danach war alles besser. Im grellen Licht und auf knapp 30° angestiegener Temperatur rollten wir über flaches Land mit Birken und schmunzelten, wenn uns das Vio mal wieder auf einer Sandpiste durch den Wald lotste. Weiter östlich lag Welle, das Tor zur Heide. Und weil der Tag nie endete, machten wir den Bogen voll über Undeloh, Egestorf, durch heiße, staubige Landschaft bis kurz vor Lüneburg. Wo es Schatten gab, hielten wir und leerten unsere Wasserflaschen, ansonsten verloren wir nicht viel Zeit. Wir kamen über Over am Deich entlang zurück in die im Gegenlicht brennende Hafengegend. Endlich die große Pause, dabei der MS Ym Worth beim Ablegemanöver auf glühender Lava zusehend. Dann war es gut, der Sommertag sorgsam in Kilometer umgewandelt und wir gingen zufrieden zu Bett.

Samstag, 26. Mai 2018

Termine

Aufs Wetterradar gucken wir schon lange nicht mehr, Goretex längst abgeschafft. Eher beschäftigte uns die Frage, wie kommen wir schnell ans Meer. Die Autobahn machte ein paar Kilometer kurz Spaß, dann war sie verstopft. Auf Landstraßen kurz vor Lübeck  verirrten wir uns in absurd romantischer Idylle bei Büssau, aber das brachte uns nicht weiter. Über allem drohte der minütlich nähertickende Kaffeetermin in Strukdorf. Er rückte die Mecklenburgische Küste in unerreichbare Ferne. Plan B war Travemünde, aber die Autobahn dort hin existierte anscheinend nicht mehr. Plan C Niendorf, Steilufer, das erreichten wir auch, aber wollten die dort dröhnende Piefigkeit nicht. Letztlich lagen wir doch eine Dreiviertelstunde in Travemünde am Brodtener Ufer in der Sonne und kamen zu spät in Strukdorf an, . Das war dann auf einmal gar nicht schlimm und zur Belohnung bekamen wir Torte. Abends führte Anja uns einen interessanten Bogen im Streiflicht durch das Gebiet südwestlich von Segeberg. Das sah super aus und ging so lange bis sich wieder Hunger entwickelte. Genau im Richtigen Moment kam Lianes Imbiss in Stockelsdorf in Sicht. Danach die B75 nach Hause mit langsamer Autokolonne und aufkommender Frische. In der Retrospektive hatte der Tag schöne Momente. Aber Termine und Ausflug kombinieren wir erstmal nicht.

Montag, 21. Mai 2018

Berlin Pfingst Bike Dayz

Wie immer, also auch zu Pfingsten, zog alles auch nur entfernt Nasse an uns vorbei. Übrig blieben 3 wolkenlose Tage mit uns auf der Straße nach Berlin. Um Zeit zu sparen, und überhaupt um es mal auszuprobieren, nahmen wir bis Ludwigslust die Autobahn im Tiefflug. Ab da war die B5 zwar so, wie man sie kennt, aber der große Epos stellte sich nicht ein. Dafür waren wir und alles zu frisch, zu leichtfüßig, dafür hätte es schon das ganze Brett sein müssen. Berlin kam in Sicht, brennend heiß und voller Bayernfans. Wir parkten in der Libauer Straße und zogen gleich die Schutzhüllen über die Bikes, aus Angst vor angereisten Crack-Zombies, die womöglich auf die Sitzbank kacken. Noch mit Highwayfeeling im Blut begaben wir uns zu Haydn, Zimmermann und Schubert in kulturelle Höhen, danach zum Punkrockitaliener mit besten Freunden.
Es hatte sich rumgesprochen, dass wir in der Stadt sind. Am Sonntagmorgen versammelte sich die bewährte Bikertruppe im Übereck, als hätte es nie was anderes gegeben. Rembert führte die Kolonne aus Vanvan, Vulcan, Sixty-Two, Slim und natürlich Michaels Thruxton über Köpenick aus der Stadt raus, auf einem großen südlichen Bogen durch wucherndes Grün, summende Wälder und fragwürdige Dörfer. Die Vanvan gab das Tempo vor, und auf den furchtbar engen Alleen war ich darüber ehrlich gesagt ganz dankbar. Immer mal wieder hielten wir, es gab Zigaretten, Eis oder Schnitzel. Die Gruppe trennte sich schätzungsweise in der Nähe von Lückenwalde, genau weiß ich es nicht, da ich meist hinten fuhr und mir alles egal war. Die Landschaft öffnete sich und wurde endlos weit und samtig. Thomas, Anja und ich fuhren zur anderen Anja im ZEGG in Belzig. Die meisten dort meditierten, aber wir hatten Würste dabei und grillten.

Montag. Von Belzig aus nach Hamburg, das ist eine weitschweifige Route durch den Fläming, die Altmark und das Wendland. Thomas eskortierte uns noch bis Jericho. Die Kirche dort ist immer noch top, und alles ist jetzt touristisch gestreamlined. Wir sahen Tangenmünde und Stendal, knorrige Alleen der Altmark, schimmernde Felder bis zum Horizont, darin immer leere, lange Straßen mit sattem Rückenwind. Am Ende standen wir vor Lüneburg. Das konnte doch nicht alles sein, dachten wir und konstruierten schnell noch einen Bogen durch die großartige Heidelandschaft. Gegenlicht mit fluoreszierendem Grüntunneln, dazu warmer Luftstrom. Alles war so, dass es niemals aufhören sollte. In Hamburg suchten wir noch eine Stelle im Hafengebiet, und zischten das schnell noch an der Tanke geholte Alkoholfreie, wartend auf den Sonnenuntergang.


Sonntag, 13. Mai 2018

Mal ohne Wiederkehr

Das lange Himmelfahrtswochenede begann relativ unambitioniert. Es war Anja, die, nachdem Schuhe gekauft und Altglas weggebracht war, fragte, warum wir noch hier sind und nicht auf der Straße, wo wir hingehören. Ich startete die Booking App und buchte irgendwas auf der Strecke in den Harz. Eine halbe Stunde später spulte die B3 ihr endloses Asphaltband durch. Ruhepause im Wald, Vogelgezwitscher, weiter. Echtes Cruisen ohne Wiederkehr. Die Übernachtung lag in einer Stadt namens Brauschweig, die war uns sonst noch nie aufgefallen. Bei näherer Betrachtung war es eine beeindruckende und lebendige Stadt, wie man sie selten hat. Innen ist alles aus Fachwerk, aber es gibt auch schöne Kontraste. 

Am Samstag erreichten wir den Harz. Erstmalig fuhren die Sixty-Two und die Vulcan-S durch die fantastische Berglandschaft. Die Durchgangsstrecke Braunlage - Hasselfelde - Harzgerode, ja, die sind wir schon öfter gefahren. Hier und heute war es war ein nicht endender Traum aus Kurven und Licht. Die fahrt durch das verwunschene Bodetal setzte noch einen drauf, danach kam noch ein Cappuccino am Torfhaus und die Rennstrecke hinunter. Yum. Vor allem die Duc war zu Hochform aufgeblüht. Anja redete den ganzen Abend davon als wir in einem prolligen Gartenlokal das letztmögliche Toast mit Fleisch und Pilzen aßen, in einem Ort namens Bad Harzburg. So bad war es gar nicht.
Weil es so schön war, fuhren wir am Sonntag die Route nochmal, bogen aber im Osten ins Flachland ab. Per Vio fuhren wir an allen Städten vorbei mitten durch Sachsen Anhalt nach Norden. Oschersleben, Erkxleben, Mieste waren Wegpunkte, aber es sah überall gleich aus und wir fuhren tausend Kilometer durch renovierte Dörfer, ohne einen Menschen zu sehen. Als endlich das Wendland in Sicht kam, waren wir schon recht ausgelaugt. Aber es kam noch ein langes Stück durch einen brütend heißen Maitag, Sonne im Gesicht und summenden Knochen.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Tag am Meer

Was macht man an einem Mittwoch Anfang Mai, wenn es sich anfühlt wie Hochsommer? Im Büro anrufen, freinehmen und an den Strand fahren natürlich. Wir hatten so Bock drauf, dass wir bis nach Schönberg auf der Autobahn fuhren. Grinsend, ziemlich fluffig und so schnell, dass es gerade noch angenehm war gegen den Ostwind. Direkt am Ufer von Brook war dieser zwar frisch, der Rest aber sah aus wie vor eh und je. Auf der Rückfahrt blühten die Apfelbäume über schick gemachtem Asphalt der alten Landstraßen, die Strecke von Schönberg Richtung Ziethen, lang, wohlig warm und leuchtend, ein Traum. Wir nahmen nochmal den Schlenker über Ratzeburg zur B208, dann die Straße von Kastorf zu dem anderen Schönberg. Alles wie in den heißen Sommern von früher, mit Sand in der Unterhose und Sonnenbrand.

Sonntag, 6. Mai 2018

Links neben Bornhöved

Jetzt war der Tag gekommen, an dem wir uns nach Schleswig Holstein trauten. Mit den lieben Autofahrern in Kolonne auf der B4 nach Norden, irgendwann kam mal ein Stück zum Durchatmen. Es war nur so, dass einen das Wetter leicht debil machte, und man alles geil fand. Wir waren bei Bad Bramstedt Richtung Segeberg abgebogen und hielten an der bemerkenswerten Raststätte in Bockhorn. Dort ist ein richtiger Bikertreff entstanden und es kommen Abenteurer aus aller Welt. Das Vio leitete uns von dort nördlich durch eine ganz und gar unbekannte Gegend. Es ist erstaunlich, wie man auf die Weise interessante Ecken durchfährt, die sonst links liegen bleiben. Über Neben-Nebenstraßen ging es von Kleinkummerfeld nach Großkummerfeld und kreuz und quer, bis wir in der Nähe von Bornhöved an einen Luxussee kamen. Eine Liegewiese gab es weit und breit nicht, dafür mussten wir uns bis Bosau durchschlagen. Von allen, die dort krakeelend den heißen Sommernachmittag genossen, war ich hundertprozentig der einzige in langer Unterhose unter der Kevlar-Jeans. Von Bosau bis Neukoppel war es nicht weit, und wir werden dort immer mit Grillwürstchen willkommen geheißen. Was für ein Leben. Noch mehr, B75 in warmen Wind, dem Abend entgegen? War auch noch dabei, klar.

Samstag, 5. Mai 2018

Solarenergie

Die Strahlung der Sonne: ungefiltert, weiß, allmächtig. Die Deichstraße: quälend zäh dahinfließend. In Lauenburg dann endlich: ein Kaffee an der Shelltanke. Und ein Wurstbrötchen. In den Pausen beschwerte ich mich darüber, wie einem ein einzelner Tequila (kein Scheiß!) am Vorabend den gesamten Tag versauen kann. Rollten wir, ging es mir gut. Hinter Boizenburg, auf der B195 mit ihren eckigen Kurven, übernahm Anja die Führung und verteidigte diese auf der letzten Rille. Wir wollten ins innere McPom und schalteten das Vio ein. Wir fielen aus der Zeit in zuwuchernde Dörfer, wie Filmkulissen: es konnte vor hundert Jahren sein, aber vorbeiknatternde Trabbis und Simsons ließen keinen Zweifel, das war die DDR. Auf diese Weise kamen wir schließlich in Gadebusch raus, an dem stylischen Bahnhofscafé. Die Sonne brannte gnadenlos auf das Fleece, der Eisbecher schmolz wie Lava. Danach der endlos grünflirrende Alleentunnel nach Ratzeburg, und ohne Halt, schmissig im Fünften auf die B208 bis Ratzeburg. Ich war berauscht genug, um den Bogen noch über Dänemark fortzusetzen. Es war Anja, die uns nach Hause brachte, ab Ahrensburg auf der Autobahn, im Abendlicht, selbst das war geil.



Sonntag, 29. April 2018

Rechtfertigung

Ein neues Wochenende kam und strahlte, dass wir uns fragten, wie hoch der April die Messlatte wohl noch hängen würde. Immer noch waren im Norden 10° weniger, daher trauten wir uns auch dieses Mal nicht dort hin. Satter Rückenwind schob uns auf der Autobahn nach Süden. Abfahrt Garlstorf, kurz danach fanden wir uns auf den einsamen Strecken der letzten Fahrten wieder, in einer anderen Richtung in inzwischen umwerfendem Grün. Wir fanden eine verträumte Eisdiele in Amelinghausen, tauchten ein in das große leere Land kamen wieder bei Unterlüß raus. Etwas südlich von Uelzen trafen wir auf die B4, die wir aus alten Zeiten kannten. Von da ging es Querfeldein bis an die Elbe, wieder durch Bavendorf und Thomasburg, genau wie neulich. Das On-Board Thermometer der Sixty-Two zeigte stellenweise 27°C. Das rechtfertigte einen Bogen über Lauenburg und die Deichstraße mit anschließendem Cornetto am Zollenspieker. Überhaupt rechtfertigte dieser Tag mal wieder alles.

Samstag, 28. April 2018

Einmal normal

Einmal ganz normal, schnell eine kleine Nachmittagsausfahrt. Das hatten wir noch gar nicht. Sie Sonne hatte sich kurz vor Elmshorn verzogen, das Rauschen des Windes war schön im Helm. Kollmar, einen Pulvercappuccino, eine Zigarette, Schiffe gucken im Schauer. Voll okay. Rückfahrt auf schwarzglänzendem Asphalt, Autobahn, das reichte schon für diesen Samstagnachmittag.