Klar, man konnte auch mal mit dem Rad in die Stadt fahren und sich Kunst angucken. Danach war aber noch zu viel Nachmittag übrig, um in sonntäglicher Lethargie zu versauern. Ich schnappte mir die Vulcan und fuhr einfach ein Stück nach Norden raus. Was simpel begann, entwickelte ungefähr ab Quickborn eine interessante Eigendynamik. Ich fuhr einfach der Nase hinterher und kam über Alvesloe auf kurvigen Straßen immer weiter vom Weg ab. Kaltenkirchen, Strüvenhütten, Seth - herrliche Strecken zum dahinbrausen. Da ich allein fuhr, konnten Pausen aller Art warten. Es ging dynamisch weiter über Borstel, Grabau bis ganz nach Oldesloe. Dort hielt ich gar nicht an, sondern rauschte in gleichem Stil weiter bis Kastorf, von da nach Trittau, da war der Tank schon bedenklich leer. Es ging noch durch den Sachsenwald bis an den Elbdeich. Ich war durchgefroren und hatte inzwischen so einen Kohldampf, dass eine Krakauer am Zollenspieker die einzige Option war. Die Sonntagsfahrer standen da rum und hatten keine Ahnung.
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