über 20 Jahre !!!

20 Jahre !!!

Sonntag, 3. Mai 2026

Was wir suchten

Am Sonntag war es milchig bedeckt und windig. Anja und ich waren unterwegs zum Großflohmarkt in Göttingen. Dort gab es alles, nur nicht was wir suchten. Alternativ fuhren wir aus der Stadt heraus, und zwar nochmals ins Eichsfeld, weil es so schön war gestern. Ich war diesmal auf der Honda unterwegs, weshalb mir der ruppige Südwestwind nicht anhaben konnte. Wir brausten ganz allein auf schmalen Landstraßen über die weiten Kuppen und waren bei jedem Panorama über die Landschaft immer wieder baff. Die Orte lagen erstarrt in den Tälern Thüringens und waren vollkommen menschenleer. Das war sicher auch gut so, so konnten wir den Tag genießen. Gedankenverloren kreuzten wir durch die Region bis zum späten Nachmittag. Anjas Himalayan kam in die Garage, wir Tranken noch einen Kaffee in Hardenberg, und begaben uns auf die letzten müden und zufriedenen 10 Kilometer auf der B3 nach Hause. Wir hatten doch alles, was wir suchten.



Samstag, 2. Mai 2026

Eskorte

Rembert war mit der Slim nach Northeim gekommen und wir versuchten, ihn wie einen König zu empfangen. Am Samstag reiste er wieder ab, bei vollwertigem Sommerwetter und Anja und mir als dekorative Eskorte. Rembert hatte einen Plan und führte die Truppe südlich am Harz entlang über freie Landstraßen und leere Dörfer. Da sein Navi die Sperrungen nicht kannte, gab es immer wieder amüsante Umleitungen durch Wald und Wiese. Ganz im Osten ging es ein Stück den Harz hinauf, zu einem Imbiss, eingefroren in der Nachwendezeit. Wir trennten uns bei Filterkaffee. Rembert hatte noch eine satte Strecke vor sich, Anja und ich trieben die Z und die Himalayan zum Wald von Keula und ernteten dort kiloweise Bärlauch. Dann ging es einen langen, warmen Tag lang durch die Eichsfelder Weite zurück in den Westen.



Freitag, 1. Mai 2026

Problemlösung

Am freien Maifeiertagsfreitag überführte ich die Z von Hamburg nach Northeim. Damit wurde ein letztes Problem gelöst. Alles was ich mithatte, war im Rucksack, sicherheitshalber trug ich eine lange Unterhose. Morgend um 10:30 war die Fahrt frei für sonnige 250 Kilometer ohne Wiederkehr. Der lange, gerade Highway B3, der sich endlos durch die Heide nach Süden zieht, den hatte ich schon mal angebetet, das erinnere ich. Heute war es eher langweilig, man könnte sagen zäh. Ich hatte Hunger, der Hintern tat weh, der Rucksack wurde schwer, der Gegenwind nervte. Kurz hinter Hannover tankte ich, ab da wurde es gut. Ich fand es spannend, nicht die "Fun"-Route des Beeline zu nehmen, sondern stur auf der B3 zu bleiben, bis ich an der Bahnhofstraße in Northeim vorbeikam. Eine Pause machte ich nicht mehr, fuhr einfach immer weiter, kam in vertrautes Gebiet, das heute irgendwie ganz unvertraut wirkte. Ich parkte vorm Haus, schloss auf und das Problem war gelöst.