20 Jahre !!!

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Sonntag, 13. Mai 2018

Mal ohne Wiederkehr

Das lange Himmelfahrtswochenede begann relativ unambitioniert. Es war Anja, die, nachdem Schuhe gekauft und Altglas weggebracht war, fragte, warum wir noch hier sind und nicht auf der Straße, wo wir hingehören. Ich startete die Booking App und buchte irgendwas auf der Strecke in den Harz. Eine halbe Stunde später spulte die B3 ihr endloses Asphaltband durch. Ruhepause im Wald, Vogelgezwitscher, weiter. Echtes Cruisen ohne Wiederkehr. Die Übernachtung lag in einer Stadt namens Brauschweig, die war uns sonst noch nie aufgefallen. Bei näherer Betrachtung war es eine beeindruckende und lebendige Stadt, wie man sie selten hat. Innen ist alles aus Fachwerk, aber es gibt auch schöne Kontraste. 

Am Samstag erreichten wir den Harz. Erstmalig fuhren die Sixty-Two und die Vulcan-S durch die fantastische Berglandschaft. Die Durchgangsstrecke Braunlage - Hasselfelde - Harzgerode, ja, die sind wir schon öfter gefahren. Hier und heute war es war ein nicht endender Traum aus Kurven und Licht. Die fahrt durch das verwunschene Bodetal setzte noch einen drauf, danach kam noch ein Cappuccino am Torfhaus und die Rennstrecke hinunter. Yum. Vor allem die Duc war zu Hochform aufgeblüht. Anja redete den ganzen Abend davon als wir in einem prolligen Gartenlokal das letztmögliche Toast mit Fleisch und Pilzen aßen, in einem Ort namens Bad Harzburg. So bad war es gar nicht.
Weil es so schön war, fuhren wir am Sonntag die Route nochmal, bogen aber im Osten ins Flachland ab. Per Vio fuhren wir an allen Städten vorbei mitten durch Sachsen Anhalt nach Norden. Oschersleben, Erkxleben, Mieste waren Wegpunkte, aber es sah überall gleich aus und wir fuhren tausend Kilometer durch renovierte Dörfer, ohne einen Menschen zu sehen. Als endlich das Wendland in Sicht kam, waren wir schon recht ausgelaugt. Aber es kam noch ein langes Stück durch einen brütend heißen Maitag, Sonne im Gesicht und summenden Knochen.

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