Ich hatte den Samstag für mich allein und dazu Anjas Sixty2. Es war heiß wie immer und ich versprach mir einen kurzen Moment der Abkühlung im Elbtunnel. Danach fuhr ich die Rosengartenstraße, ein Stück B3, nach Schneeverdingen. Überall nix los. Ich hatte gelesen, nun seien im ganzen Land Ferien, so dass es gründlich von allem befreit war, was stört. Die meisten sind schon in Ferienlagern interniert, der Rest wird auf den Autobahnen in langen Staus gebunden, das gefiel mir. Es kam ein genüssliches Stück durch die Heide, auch dieses ohne störende Pferdekutschen o.ä.. Raven, Wulfsen, Salzhausen. Die meiste Zeit ging es einsam durch den Wald, oder über 33° heißes Land, dankbar über eine Dusche im Vorbeifahren aus der Feldbewässerung. Langsam guckte ich auf die Uhr, dann in den Himmel. Aus Südwesten rückten Gewitter an. An einer Tanke in Winsen plauderte ich mit 2 Duc Rasern noch locker übers Wetter. Als ich aus der Stadt raus war, wurde das gesamte Ausmaß deutlich. Eine supermassive schwarze Front walzte auf mich zu, und auf meinen garantiert nicht wasserdichten Hoodie. Ich erreichte mit Vollgas auf der Autobahn Harburg, dort entlaubten die Sturmböen bereits Bäume. Irre Flucht nach Hamburg auf der letzten Rille. Sandsturm, Sekunden: Parken, Tür zu, Weltuntergang.

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