Bedeckter Himmel, Pullover, sowas hat man selten. Es war schon später Samstagnachmittag, als wir im Experimentalmodus nach Stukdorf unterwegs waren. Zwischen Itzstedt und Bad Oldesloe ging es vom Vio gesteuert querfeldein über Kreisstraßen aller Ordnungen. Oft genug standen wir in privater Atmosphäre in unbekannten Dörfern und programmierten neu, wenn z.B. eine der vorgeschlagenen Routen sich als Dead-End Katzenkopfstraße von 1650 herausstellte. Das letzte Stück fuhren wir aus dem Kopf, und als wir ankamen waren schon alle da und der Grill bereits vorgeheizt.
Der Sonntag war von Anfang an wieder sonnig. Ich führte ich einen interessanten Tross an, gebildet aus Anja, Hort mit seiner Integra sowie einem Audio-Cabrio in dem Sabine und Iris saßen. Es ging auf der Autobahn an Lübeck vorbei Richtung McPom. Wir kamen auf die Landstraße Ratzeburg-Schönberg, von dort war es nicht weit bis zum Strand bei Brook. Horst wusste was gut ist und machte sich wieder auf den Weg. Alle anderen brutzelten in der Sonne. Der Nachmittag verstrich, das Cabrio hatte sich verabschiedet, ich war im Wasser. Alles Weitere drehte sich um Logistik, nämlich wie man das Endspiel in das Konzept integrierte. Wir beschlossen das einzig Richtige: Drauf geschissen. So freie Straßen gibt es kein zweites Mal. Schwungvoll-leichtfüßig rauschten wir erst zu Janny's Eis nach Grevesmühlen, dann die verträumte Buckelpiste über Rehna nach Carlow. In der Art und bei perfekter Temperatur ging es weiter: Mustin, Kitlitz, Seedorf, Zarrentin. Glühende Felder, schwarze Alleentunnel, Schnitzel am See. Da war Frankreich längst Weltmeister. Aber in Wahrheit hatten wir den Hauptgewinn. Das noch folgende herrliche, lange Waldstück über Gudow nach Büchen, und auch der Abschluss über die Deichstraße in die warme Stadt im Sonnenuntergang bestätigten das nur.
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