20 Jahre !!!

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Sonntag, 28. Januar 2024

Große Oper

Die Opernkarten verfallen zu lassen war keine Option, Bahnstreik hin oder her. Nach Lübeck zu kommen, dafür gab es Ende Januar ein sonniges Wochenende, 6°C, beheizte Socken und Thermounterwäsche. Und natürlich die 500X, auf der wir uns einkuschelten und gemächlich durch die Nachmittagshitze nach Norden rollten. Das Tomtom empfiehlt immer die Strecke über  Norderstedt und Schwissel, und eigentlich hat es Recht. Auf dem letzten Stück fing zwar die Kälte an zu kriechen, aber das Schwingen über die kurvigen Hügel auf der Route Herrenmühle, Weeden, Geschendorf waren Weltklasse, an einem Januartag. Wir checkten in Strukdorf ein und erledigten die Oper mit dem Bus.

Am Morgen kratzte ich das Eis von der Sitzbank und fuhr mit Samthandschuhen über die reifglatte Landstraße zur Shelltanke zum Brötchenholen. Am Nachmittag war die Kälte wieder normal, und es gab eine unfassbar gute Langstrecke über Nebenstrecken. Kloster Nütschau war dabei noch das einzig Wiedererkannte, der Rest war Staunen über immer noch kleinere Feld-, Wald- und Wiesenwege bis an den Stadtrand, wo wir unter die Fahrradfahrer, Reiter, Fußgänger und sonstige Zuhausebleiber gerieten. Es wurde wieder kalt, aber die Socken heizten bis zum Schluss, und die Inszenierung dieses Tages bekam tosenden Applaus.