Donnerstag im November, Northeim. Draußen formierten sich die letzten 15° des Jahres. Ich zog warme Sachen an und war 5 Minuten später aus der Stadt raus. Die kleine Sollingrunde passte in eine verlängerte Mittagspause, sagte Tomtom. Sie führte durch unentdeckte Wald- und Wiesenwege und sagenhafte Holperstrecken im tiefen Strahl letzter Herbstsonne. Das Hier-und-Jetzt-Gefühl war sofort wieder da: Genüssliches Schwingen auf einsamen Kurvenstrecken, den Blick auf die wohlproportionierte Landschaft im kitschigen Herbstfarben genießen. Danach werde ich das Bike in Göttingen abstellen und zum Fußgänger werden. Ich werde meine Sachen in Kartons packen und den Wohnungsschlüssel abgeben. Frost wird kommen, Weihnachten und eine vollkommen neue Zeit.
20 Jahre !!!
Donnerstag, 13. November 2025
Mittwoch, 5. November 2025
Grundrauschen
Alles Komplizierte (und der Regen) blieb aber unter der Wolkendecke zurück, die der A319 durchbrach. Kurze Zeit später waren da warme Gassen in Faro, Polvo und Bacalau. 10 Tage hatten wir Zeit und eine Honda Transalp mit reichlich Stauraum. Die ersten Tage waren wir gefangen in der südlichen Hälfte Portugals, wo wir einsame Bergstraßen im Hinterland, unendliche Strände, und leere Fischrestaurants erkundeten. Die Nächte waren erfüllt vom Hintergrundrauschen der Brandung und Knoblauchüberdosis. Später war der Weg frei nach Setubal, wo wir eine Suite bezogen und die perfekte Inszenierung einer Portugiesischen Hafenstadt genossen. Ganz weit im Osten entdeckten wir die Einsamkeit des Alentejo, kauften Souvenirs bei Esporao und kamen auf der N2 zurück nach Faro. Hätte dort nicht schon der Airbus gewartet, wir wären einfach da geblieben.
