An die Spätfahrten kann man sich gewöhnen. Noch sind die Abende hell, warm und kostbar. Es sind andere Aspekte als bei den wochenendlichen Tagestouren, wo immer das Ziel oder die Eleganz der Route wichtig ist. Abends, nach der Tagesschau zählt die Atmosphäre. Da können unmögliche Gegenden Reize entwickeln. Zum Beispiel am Dienstag, nachdem ich von der inzwischen klassischen Hafenrundfahrt zurück war und selbst nach dem Abendgrillen noch nicht genug hatte, statt in die Tiefgarage einfach abbog und eine einsame Fahrt durch dämmernde Gewerbegebiete Stellingens antrat. Das war so cool, dass ich am Mittwochabend wieder losfuhr. Normalerweise würde niemand jemals nach Bad Bramstedt fahren. Aber die B4 im Abendlicht wurde, mit ihrem schnurgerade in endlosen Langwellen ausgelegten Asphaltband, den in die Breite gehenden Feldern und Waldstückchen, und nicht zuletzt der stoisch mit Achtzig einsam dahinbrummenden Sportster zu einem respektablen Highway. Nach Kaltenkirchen führt eine kurvige Rennstrecke zwischen verschiedenfarbigen Kuhweiden hindurch. Ich tangierte noch Nord-Norderstedt, bog wieder die sechs Kilometer nach Quickborn ab, gondelte dort langsam durch, weil schon Bettgehzeit war. Mit der letzten Dämmerung, so gegen 22:30, rollte ich ins Lichtermeer der Stadt.
20 Jahre !!!
Donnerstag, 21. Juli 2011
Montag, 18. Juli 2011
Easy Samstagnachmittag
Es war bereits ein freundlicher Samstagnachmittag, als wir und auf den Weg zu Planungsgesprächen nach Strukdorf machten. Anjas GS fühlte sich mit neuen Reifen wie neu, und überhaupt ging alles unheimlich easy. Die Maschinen brummten, die Felder reiften, der Regenschauer war irgendwo hinter den Bergen im Ansatz verdampft. Wir fuhren die alte Strecke über Lütjensee, Schönberg Richtung Kastorf, wurden aber umgeleitet über Berkenthin und kamen über Krummesse nach Lübeck rein. Dort drehten wir gutgelaunt eine kleine Stadtrunde, denn es ist immer wieder nett, einfach mal zu gucken ob noch alles da ist. Alles war da und sonnte sich. Von Strukdorf aus hatte ich die Pflicht einer Testfahrt auf Horsts T-Max. Ich glitt, fasziniert von der perfekten Weltraumtechnik und etwas entrückt, über idyllische Alleen hinterm Warder See. Grüne Auen und prächtige Herrenhäuser zogen teilnahmslos vorbei. Nachdem alles in trocknen Tüchern war, machten wir uns auf den Heimweg. Am südlichen Horizont verdichtete es sich, so dass wir ganz unprätentiös die B 75 nahmen. Der Regenschauer kam nur als leichter Hauch, und auch erst, nachdem wir spätabends längst mit dem Grillen durch waren und uns des Lebens freuten.
Montag, 11. Juli 2011
Männer und Maschinen
Mal ganz ungewohnt ging ich mit Marcus und Christoph auf Herrentour. Etwas müde führte ich auf der Sporster den Konvoi aus uralter GS und hypermoderner Versys durchs Lauenburgische. Unsicher, zu langsam zu sein, versuchte ich die beiden durch atemberaubende Streckenführung abzulenken. Die spektakulären Sträßchen hinter Mölln, über Kittlitz und Goldensee verfehlten ihre Wirkung nicht. Wie Männer so sind, kam keine Pause vor der Eisdiele in Schönberg, die wir mit letzter Kraft erreichten. Bis Brook war es zum Glück nicht weit. Wir saßem am bleiernden Strand und erklärten die Welt. Moderne Mobilkommunikationstechnologie führte uns zum Matjes mit Bratkartoffeln in Rosenhagen. Auf dem Rückweg übernahm ab Ratzeburg Marcus die Führung. Er kennt die elegant-geradlinige Strecke über Nusse nach Trittau, durch weites Feld und tiefen Wald. Ohne Halt und mit kalten Füßen rauschten wir bis an die Alster. Zum Abschied reichte ein Winken aus der Kurve heraus.
Samstag, 2. Juli 2011
Portugal 2011 (b)
Portugal ist schön, sonnig und genau da, wo man sein will. Man braucht zwei Wochen, 2000 Kilometer und zwei 250er Hondas, um das beurteilen zu können. Wir können, und werden es beweisen in einem zeitnah erscheinenden, ausführlichem Reisebericht.
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