20 Jahre !!!

20 Jahre !!!

Montag, 29. Februar 2016

Gracias.

Anfangs hatten wir uns alle möglichen Strategien zurechtgelegt, wie wir wohl die Zeit rumkriegen, weil die Insel so winzig ist. Aber als wir die Miet-Kawa erst einmal unter den Hintern hatten, war das alles banane. Denn auf La Palma gibt es keinen geraden Meter. Am ersten Tag erkundeten wir den zersiedelten Osten und den Süden. Wir kurvten durch Lavaströme, die noch warm waren und Bananenplantagen, die bedrohlich wirkten. Abends parkten wir die Kawa in der Tiefgarage und rauchten Fortunas auf unserer Dachterasse.
Die nächsten Tage waren gefüllt mit ganztägigen Touren. Über den Berg, der ein Vulkankrater ist, führt eine spektakuläre Kringelstraße durch Schnee und Eis, unten Wolkendecke, oben Sonnenbrand. Auf den Ostseite, unten am schwarzen Strand, konnte man sich aufwärmen oder irgendwas mit Tintenfischen essen. Meist beides.
Die Nordumrundung sieht auf der Karte aus wie eine Spazierfahrt, es sind aber 200 sehr intensive Kurvenkilometer, vor allem wenn man hier und da mal abbiegt, weil man 600 Meter weiter unten z.B. einen Leuchtturm gesehen hat, oder glaubt, die winzige Nebenstraße würde irgendwann wieder hochführen, und nicht in einem bröckeligen Feldweg verenden.
Zwischen Santa Cruz und Los LLanos gibt es noch den alten Pass, aus der Zeit vor den zwei Generationen Scheiteltunnel. Dort steht man in der Abenddämmerung plötzlich inmitten der Wolkenwalze, die den ganzen Tag über fotogen über den Kamm rollt. Niemand da, man kann einen Abstecher in die Vulkanwüste wagen.
Irgendwann fehlte nur noch die Südwestflanke. Tolle, einsame Kurvenstraße hoch über dem schäumenden Ozean. Und wenn man hinunter fährt sind da triste Urlauberghettos. Damit hatten wir nichts zu tun. Wir verbrachten noch ein paar Abende in den Fußballkneipen Santa Cruz's. Vino Tinto € 1.50. Gracias.
 
 
 

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