Das mit dem Wetter war ernst gemeint, und wir gingen mit. Die Batterie war jetzt voll, die Mash sprang an. Die Himalayan hatte einen raffinierten östlichen Bogen im Navi, im Tankrucksack lagerte Proviant. Es ging zunächst auf einer lächerlich öden Strecke durch Bergedorf, und trotzdem grinsten wir die ganze Zeit debil in die Sonne. Wir rollten durch den Sachsenwald und auf kleinen Landstraßen über Koberg, Duvensee, Klinkrade in perfektem Flow durch einen milden Frühsommertag, der alles vergessen lies. Es war so unwirklich, dass wir die Welt ansahen wie staunende Touristen. Die Route nahm dabei oft unbekannte Straßen durch bekanntes Gebiet. Bei Wesenberg überquerten wir die Trave, dann ging es über Zarpen zur B206. Strukdorf ließen wir links liegen, unser Ziel war heute Geschendorf, das Ferienparadies der LG's. Es gab dort Kaffee und das Neueste aus dem Landkreis. Für die Rückfahrt programmierte ich eine westliche Tour nach gleichem Muster: Von Dorf zu Dorf ging es bei stechendem Gegenlicht und durch Schwaden von Grillrauch diagonal bis Kaltenkirchen, Quickborn, Hamburg, lange Schlangen vor Eisdielen, Garage. Die Handgriffe saßen, aber unser Verstand war von der neuen Situation noch total überfordert.
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