Es waren unübersehbare Tatsachen: Der Winter war tatsächlich am Ende, Corona irgendwie auch, die Dunkelheit war hell, und Anjas Rebel sprang an, als wäre nichts gewesen. Erstmalig waren die beiden Hondas zusammen unterwegs. Es ging erstmal zur Jet an der Feldstraße. Jemand fürs Foto fand sich, und wir hatten genug auf dem Konto, um die Tanks randvoll zu machen. Trotzdem fuhren wir nur mit Halbgas durch die Sonne, schön gemächlich mit 60 Sachen am Deich entlang, so wie all die anderen Biker, die wir grüßten wie beste Freunde. Aus dem Osten wehte ein kalter Wind. Bei mir war es das Schutzschild, bei Anja das wiedergewonnene Gefühl der Freiheit, dass für einen Nachmittag lang alles von uns abschirmte. Wir kamen bis Lauenburg, das war weiter als geplant. Es gab Cappuccino an der Tanke, und einzelne warme Strahlen auf der Jacke, im Windschatten. Dann ging es denselben Weg zurück, jetzt mit dem Wind im Rücken und großen Plänen im Kopf.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen