Zurück in der Realität hatte ich hatte die besten Absichten, etwas Tröstendes zu finden. Gleich am nächsten Tag nahm ich die Bolt und fuhr nach Mecklenburg. So schlecht konnte es nicht sein. Immerhin: Die Kraft war der Maschine überwältigend, streckenweise fuhr ich über HUNDERT KM/H! Und tatsächlich, auf mühsam erarbeiteten, freien Alleen jenseits von Boizenburg gab es ein paar gute Momente. Ich fuhr weiter auch als es kalt durch die Lederjacke zog. Viel zu kalt. Als ich zurück kam war ich krank.
Ich gab aber nicht auf, überredete Anja am Samstag zu einer kleinen Ausfahrt nach Norden. Ich nahm die 500X, mit Schnupfnase und warmer Jacke. Leider auch mit der idiotischen Idee, einer 'spannenden Route' des Tomtom zu folgen. Als ob nicht alles schon schlimm genug wäre, gurkten wir den halben Tag durch Wohn- und Gewerbegebiete Norderstedts und Henstedt-Ulzburg.
Letzte Chance Elbdeich. Diesmal SR und Rebel. Kühle Fahrt durch den Hafen am Sonntag, langsam am Deich entlang bis kurz hinter Hoopte. Dort saßen wir auf einer Bank mit Sonne von hinten. Die Bank bot Raum für Konzepte und Fluchtgedanken. Ja, es geht irgendwie weiter, aber leicht wird es nicht.

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