Man könnte mit Goretex und Winterfutter fahren, aber können kann man viel. Man kann auch in einer Lederjacke leben, und eine Route wählen, die langsam ist und den Lack der Z in gleißender Kaltsonne bestmöglich zur Geltung bringt (und ohne zu erfrieren). Anja war einverstanden. Wir fuhren durchs Schulterblatt, die Hafencity, Rebel und Z, das sah gut aus, alle anderen waren Fußgänger. Über Moorwerder ging es mit 50 Km/h ins Alte Land. Die Straße schwang sich engkurvig am Binnendeich entlang nach Jork (noch mehr Fußgänger) und weiter bis zum Lüheanleger in Grünendeich. Dort war das passende Publikum versammelt für ein gutaussehendes Duo aus der Großstadt. Wir tranken Cappuccino im Stehen, kommentierten die örtlichen Biker und fuhren fotogen ab. Am Köhlbrand schossen wir Bilder für den Hipsterkatalog. Die Sonne stand schräg, der Lack funkelte, die Kälte kam. Ein weiterer Tag wie im Urlaub endete frierend, wir waren zufrieden mit fast nix.

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