Irgendwann war alles vorbei: die drückende Schwüle, die zermürbenden Regenwellen, die endlose Harleyparade. Übrig blieb ein frischer Sonntagnachmittag und ungenutzte Bundesstraßen im Süden. Die Gedanken hatten freie Bahn auf der B3. Sie zog gleichmütig unter unseren Reifen dahin, oben rauschte der Wald, durch schwere Wolken blitze die Sommersonne. Am Ende der betörend eintönigen Etappe liegt Soltau. Dort kann man direkt vorm Café ausrollen und sich was bestellen. Anja schaute aufs Regenradar und wurde blass. Den großen Bogen ließen wir schleunigst bleiben und nahmen dieselbe Strecke zurück. Das ging so flüssig und schnell, dass wir einer übermütigen Laune folgend einfach mal beim Public Viewing vorfuhren und zumindest noch 2 der 3 Tore sahen. Danach war immer noch Abend. Eine kleine Runde durch die Stadt noch und langsam wunderten wir uns, wie viel in so einen Sommernachmittag rein passt.
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