Ostern konnte man sich abschminken, das war schon eine Woche vorher klar. Immerhin, es gab helle Momente, an denen ich nicht das Internet nach Unsinn durchsuchte, und auch nicht lethargisch auf dem Sofa dämmerte. Am Samstag reichte schon die Große Hafenrundfahrt, um den Tag zu retten. Schiffe gucken, Gas eine Weile bei 80 Km/h stehen lassen. Danach einkaufen.
Sonntag war noch besser, auch wenn Anja das nicht wahrhaben wollte: Auf der Schnellstraße nach Bergedorf die kühle Luft durchströmen lassen, warme Socken, die wiederentdeckte Rukkajacke, aber Jethelm, bitte, soviel Feeling muss ein. Ich fuhr bis hinter Geesthacht, dann am Fluss entlang zurück. Da hatte ich den Wind von vorn und war insgeheim dankbar, nicht schneller als 70 fahren zu dürfen. Die Wolken am Horizont waren dunkel, aber hier war es hell. Erstmalig fuhr ich beim Zollenspieker vor. Dort waren nur drei Bikes, und der Cappuccino kam aus der Tüte. Es war noch mitten am Nachmittag, als ich auf pragmatische Art zufrieden und ausgekühlt die Bonnie in der Garage parkte und mit dem Fahrstuhl direkt in die warme Wanne fuhr.

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