20 Jahre !!!

20 Jahre !!!

Montag, 22. Juli 2019

Indien hat alles verändert (2)

Eigentlich wollte ich eine Versys Reisemaschine probesitzen. Das ging schnell. Das Ding war kolossal und die Füße baumelten in der Luft. Rein spaßeshalber probierte ich nochmal die Enfield Himalayan aus, weil die auch da stand. Hm. Spontan miete ich sie fürs Wochenende. Bei knapp 30° testete ich alle möglichen Situationen. Autobahn mit Rückenwind - easy. Landtraßen - fluffig. Dann die langen Geraden in der Nordheide, auf einem Adventurebike mit neuem Blickwinkel. Ich erkundete endlose unbewohnte Landstriche, Wälder, Steppen und wüste Heide. Später kam ich an einen großen Fluss, der sich teilte und zahllose Werder umspülte, auf denen Menschen Handel trieben. In der Stadt nahm die Maschine Verbotsschildern, Verkehrsinseln und Busspuren die Autorität, vieles war egal, alles war locker und lässig.
Am nächsten Tag war die Himalayan mit der Mash gemeinsam unterwegs. Ich hatte noch gut 200 Kilometer im Kontingent, daher wählten wir die Route sorgsam aus. Was nicht klappte, denn zwischen Oldesloe und Bad Segeberg gab es keine Chance, die Trave zu queren, und Flussdurchfahrten waren im Mietvertrag explizit ausgeschlossen. Aber die Nebenstraßen waren ein perfektes Testlabor. Mit einem 21" Rad durch die Kurven zu flexen ist unschlagbar, der fleischige Motor passte herrlich dazu. Wir erreichten Strukdorf dadurch gut gelaunt. Alle bestaunten die Enfield und gaben wertvolles Feedback. Anja ließ die Mash eine Weile stehen und fuhr auf der Himalayan hinten drauf mit auf einer kleinen Rundtour durch Ostholstein in kachelndem Westwind. Das ging unheimlich gut, die Maschine zog mühelos und lag sehr stabil. Alles top. Am Montag brachte ich die Enfield zurück. Meine Vulcan blieb der Einfachheit gleich in der Halle stehen. Stattdessen ließ ich mir einen Kaffee bringen und unterschrieb ohne zu zögern.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen