Der einsame Wolf kämpfte sich durch scharfen Westwind seinen Weg nach Süden frei. Er ließ die Bolt laufen, auf verlassenen Straßen, über endloses Land. Er hatte den Horizont fest im Blick und war selbst ganz froh, wie gut die Lederjacke wärmte, jetzt wo das Thermofutter drin war. Den Rest erledigte die lange Unterhose. Die Gänsehaut kam also nicht von der Kälte, sondern von den einmaligen Momenten, wenn z.B. die Straße in einem langen Schwung auf eine Kuppe führte, den Blick freigab auf das im Wechsellicht strahlende Land, und man das Gas eine Weile stehen lassen konnte. Es kamen mehrere Entscheidungspunkte, und immer hing ich noch einen Bogen dran. Ich war auf der Nebenstrecke bis nach Bispingen gekommen, fuhr die diagonale durch die Heide an die B3, bog dort nochmal ab um über Undeloh wieder auf die Ausgangsroute zu kommen. Und weil dass immer noch nicht reichte, fuhr ich bei Geesthacht auf die andere Seite und dachte, was für ein guter Tag. Dann gondelte ich bei Gegenwind auf der Deichstraße nach Hause.
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