Die Sonne schien auf einmal wie verrückt. Marcus kam vorbei, ein legitimer Kontakt mit Helm und Handschuhen. Ich schaltete das Vio ein und führte das Trio durch den Hafen, am Deich entlang bis Fliegenberg, dann südlich in die Heide. Strecken, für die man natürlich kein Navi braucht. Aber, auf die Weise baute immer wieder gekonnt aussehende Extrafahrten und Querverbindungen in die Route ein. Es ging über Salzhausen in einem großen Halbkreis durchs Hinterland von Winsen. Spätestens am Gut Schneder war ich dem Navi ausgeliefert. Erst verunsichert, dann enthemmt rollten die Enduros über herrliche Sandwege durch gelb flirrende Wälder und Lichtungen, auf denen die Sonne sogar nochmal kurz richtig wärmte. Im Lockdown ist eine Shell-Tanke mit Cappuccinoautomat unser bester Freund. Wir tauschten aus, was zu sagen war, dann rauschten wir zum Elbdeich zurück, wobei ich auf dem letzten Stück die historische G/S fahren durfte. Das machte Spaß, sie fuhr souverän und brummig (und hatte Heizgriffe). Am Nachmittag hing die Sonne tief überm Köhlbrand. Eine Kaltfront rückte an, wir zogen uns in die Isolation zurück.
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