Schnell zum Arzt, aber mit Vorfreude und gleich Sonntagsmorgens um 9. Schnurgerade zog die B4 unter uns hinweg, sonnig, frisch und frei, wie im Urlaub. Das gefiel sogar Anja, unterwegs auf der Mash. Nicht aus Nostalgie, sondern weil die Rebel die 1000 Km zum Service schon nach 3 Tagen voll hatte. Neumünster kam ins Bild, trist, leer und hart. Dann Nortorf, auch nicht viel besser. Direkt dahinter: liebliche Mittelgebirgslandschaft, durch die kurvige Hohlwege und Alleen zum Sehnsuchtsort des Jahres führen. Eine Viertelstunde später war der Drops gelutscht und wir auf dem Rückweg. Ohne Navi, von Dorf zu Dorf fand ich tatsächlich die verträumte Route vom Mai wieder, die alle größeren Orte vermied und kleinteilig durch Wald und Wiese nach Süden ging. In Bockhorn philosophierten wir Cappuccino schlürfend über mögliche Routen, da die Schauerzellen ja wohl ganz offensichtlich nicht kämen. Ein peinlicher Irrtum, denn vor uns hatte sich inzwischen eine bedrohliche Wolkenwand aufgetürmt. Das kurvige Stück Hartenholm - Kaltenkirchen - Alveslohe - Quickborn nahmen wir sportlich-gehetzt, bange den Himmel beobachtend. Er blieb friedlich bis zum Schluss, wir auch.

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