Mitten im April, Ostersamstag. Lederjacke anziehen, Jeans, Jethelm. Bolt anlassen. Nach 5 Monaten ist das ein ergreifender Moment. Mit alles durchdringender Coolness bullerte ich durch die Schanze zur Jet Tanke und tankte. Ich wollte noch die Reifen aufpumpen, aber es hatte sich schon eine Warteschlange aus Lastenrädern gebildet. Die Bolt fuhr trotzdem grandios. Es musste nicht weit sein, ich wollte rollen, sonst nichts. Auf der Schnellstraße mit satten 80 Sachen nach Bergedorf, weiter bis Geesthacht und sogar Lauenburg. Die Sonne schien gleißend, der Wind zog kalt und war herrlich. Ich fuhr die Deichstraße zurück, mit kleiner Fahrt und ohne Halt. Am Ende wollte ich nur noch in die warme Wanne.
Sonntag war Anja dabei. Die Rebel und die Bolt gaben ein respekteinflößendes Bild ab. Diesmal waren es ein paar Grad mehr und wir hatten die warmen Sachen an. In Anjas Beeline hatten wir eine Route durch die Nordheide programmiert. Sie führte um die Sonne herum auf einsamen Umlaufbahnen durch die Tiefe des Raumes. Die Maschinen glitten durch den leeren Osternachmittag, hier war niemand außer uns und am Waldrand gab es einen zarten Grünschleier. In Amelinghausen dockten wir am Eiscafé an und verargumentierten eine Ausnahmeportion warmen Apfelstrudels. Auf dem Rückweg stoppten wir am Köhlbrand und schauten rüber zur Stadt. Sie war angestrahlt und leer. Alles war gut, die Dosis richtig, die Zukunft strahlend.
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