Wir waren wie Butter in einem hellen Vorfrühling gelandet. Es war total naheliegend, warme Unterwäsche anzuziehen und da weiterzumachen wo wir vorgestern aufgehört hatten: Im Sattel unserer Hondas. Anjas Drang, mal wieder selbst zu fahren, war großräumig spürbar. Und es war egal, dass es nicht wie sonst gleich wieder hoch ins Felsenmeer ging, sondern nur in die Nordheide. Was zählte war das Rauschen durch den Wind. Tatsächlich konnte ich den leeren Landstraßen sogar etwas abgewinnen, was wir auf der Insel nie hatten, nämlich ein gleitendes, freies Fahrgefühl im 6. Gang. Nach einer Weile wurde der rauschende Wind frisch, im weiteren Verlauf eisig. Wir trennten uns bei Tötensen. Anja fuhr zurück in die Wärme, ich hatte die Griffe auf Stufe 2 und kurvte noch über die Rosengartenstraße zum Apfelautomat im Alten Land. Zu Hause gab es eine warme Wanne. Gibt's nur hier.

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