Anja hatte Geburtstag, wir saßen im Zug aber der fuhr nicht los. Wie stiegen um auf die Bikes. Das ging los. Gleichförmig zog die B3 unter den Reifen dahin, die Gedanken schweiften kreuz und quer durch die Welt. In Celle gab es Cappuccino unter Einheimischen, dann nahmen wir gleichmütig das öde Stück über Uetze, und dann irgendwann kamen die ersten Berge, Kurven, Sonne und einsetzender Hunger. Wir checkten am Edelhof ein, dann nahm ich Anja hintendrauf und fuhr mit ihr durch einen glühemden Abend zum Griechen in Osterode. Ein Aperol bitte, herzlichen Glückwunsch.
Exkursion am Sonntag. Der Weg nach Halberstadt führt zwangsläufig über die Traumstrecken im Harz. Kurven und Berge und Sommerhitze. Die Kawa fragte zwischendurch, warum wir nicht immer so fahren. Eine berechtigte Frage, die uns beschäftigte als wir in Halberstadt als Fußgänger schwitzend durchquerten. Auf der Rückfahrt blies der warme Wind alles von uns. Wir stopften uns in Wernigerode mit Pizza voll und hatten den ganzen Abend für die einsamen Bergstrecken. Das Licht kam hart von vorn, aber wenn es über die goldene Landschaft strich, wollte man nichts anderes mehr sehen.
Bevor es Montag zurück in die Ödnis ging, musste ich unbedingt noch den neuen Aussichtsturm am Torfhaus ausprobieren. Dann ging es runter nach Bad Harzburg und auf einer östlichen Route durch den brennend heißen Nachmittag nach Norden. Die Gegend um Schöppenstedt war herrlich einsam, bei Wolfsburg gab es etwas Verkehr, nur VWs. Spätestens bei Wittingen hatte uns die Hitze so ausgelaugt, dass wir einen medizinischen Eiskaffee beim örtlichen Cortina bestellen mussten. Der Rest war rauschen durch die Heide auf langen Waldstraßen, bis schließlich der Speckgürtel der Stadt spürbar wurde und wir wussten, wir müssen baldmöglichst wieder los.
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