Ich war allein in Northeim, alles war geregelt, ein Regal gebeizt und der Biomüll unten. Auf dem Sofa liegend gab ich Tomtom ein paar Punkte, um daraus eine 'spannende Route' zu entwickeln. Diese fuhr ich dann ab, wortlos, mit Halsschmerzen, auf Nebenstraßen unter weißen Blüten und durch Dörfer wie im Museum. Die Punkte, die ich unwissend, anhand des Straßenverlaufs, eingegeben hatte, waren echte Hotspots. Zwischen Golmbach und Rühle gab es einen Pass mit alpinen Kehren, der nächste lag bei Bessinghausen und noch einer mit schnellen Kurven ging über ein Gebirgszug namens Ith. Dort waren viele Bikes unterwegs und gaben Gas, während ich unentschlossen zwischen Kurvenrausch und Landschaftsbewunderung pendelte. An die sommerliche Temperatur gewöhnte man sich ganz schnell. Wie immer war es frappierend, wie nah das alles von zu Hause war. Hinter den letzten Bergrücken, den Hills lag schon Einbeck in der Sonne. Dahinter drohte der Himmel dunkel und schwer. Eine Viertelstunde später war ich in Northeim. Es war noch Nachmittag und ich machte es mir gemütlich.

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