20 Jahre !!!

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Sonntag, 25. September 2011

Wald und Wiese 1.0

Während des Frühstücks entwickelte sich ein sensationeller Frühherbstsonnentag, ein paar Minuten später waren wir schon unterwegs auf den Vanvans. Sozusagen prototypisch, Anja und ich, auf der Orangen und der Blauen, auf der Suche nach Unbekanntem zwischen dem Üblichen. In der Nordheide z.B., das wussten wir, gibt es hier und da sandige Verbindungswege. Bei genauerem Hinsehen hatten dann doch viele das Verbotsschild, bei einigen war es jedoch so vergammelt, dass wir es beim besten Willen nicht entziffern konnten. Die Vanvans liefen mit Leichtigkeit durch die Furchen und den Tiefsand. Wir endeten mitten im Unterholz. Wenn wir die Motoren abstellten, summte und knackste es, die Sonne schien durch das bleichende Laub und es roch nach Weihnachtsbaum. Einmal verirrten wir uns im Truppenübungsgebiet. Die riesigen Lichtungen waren verführerisch, aber ich hatte Angst, ein Panzer würde durchs Gebüsch brechen und wild um sich ballern. Die Route im Detail zu beschreiben ist unmöglich, denn wir ließen uns treiben, über die Dörfer, warme Landstraßen, auf denen es immer wieder anders roch und immer wieder suchend nach einem guten Feldweg. Staunend sahen wir bei der Kartoffelernte zu bis der Kaffeedurst kam und uns ins Zentrum von Salzhausen zog. Der Nachmittag fühlte sich an wie einer der ersten richtig warmen Maitage. Die Menschen stauten sich in kurzen Hosen vor der Eisdiele. Wir verließen die Region wie wir gekommen waren: Durch das traurige Winsen, dann über Over die Deichstraße entlang bis ins teilgentrifizierte Hafenviertel Harburgs, durch den Freihafen und die Hafencity, St. Pauli, Schanze, Dönerbude komplettierten respektable 250 Kilometer Vanvan. 


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