Freitag, Gluthitze wie immer. Die ganz große Tour hatten wir schnell nochmal abgesagt. Nun fuhren wir am Freitagabend bei nur noch 30° C über die B4 bis Segeberg, dann, auf der B206 genossen wir kühle Lüftchen in Waldschneisen. Das letzte Stück rauschten wir über die A20, denn wir hatten Hunger und aus Strukdorf war der Grillduft schon meilenweit riechbar. Wir wurden aufs angenehmste empfangen, und vom Nachbarhof hallte bis in die Nacht Schglagertechno.
Den Samstagvormittäglichen Schauer nutzten wir, um mit Rainer B.'s Modelleisenbahn zu spielen bzw. einfach noch ein wenig auszunüchtern. Dann brachen wir auf und versuchten Rendsburg zu erreichen, und zwar ohne Landkarte. Ahrenbök, Eutin, alles klar so weit. Aber dann? Die böse aussehende Wolke links oben hatten wir bald abgehängt und eine neue, klare und frische Luft lag über der altbekannten Landschaft, durch die nüchtern die längst vergessene B76 führt. Leider hatten wir auf die Weise unbemerkt den Rand Kiels erreicht. Beim Tanken beschrieb man uns, wie man die alte Landstraße nach Rendsburg findet. Sie war in der Tat sehr interessant, mit Ausblicken in eine verborgene Mittelgebirgslandschaft, die wir uns unbedingt merken mussten, für später. Rendsburg war zum Greifen nah, als eine harmlose Gewitterzelle am rechten Bildrand auftauchte und sich zu einer mörderischen Westfront formierte. Vollbremsung, U-Turn, Flucht durchs Winkelwerk bis - Kiel. Wir retteten uns unter eine Markise in der Betonwüste am Hauptbahnhof, bestellten Pasta und ließen das Unwetter wie Kino vorbeiziehen. Um noch etwas Zeit zu verbrauchen, kauften wir bei H&M eine Tüte Pullover. Für die Rückfahrt nahmen wir die B4 und sahen die Rückseite der Front im Osten, von Westen goldene Abendsonne, vor uns schnurgerade den Highway wie im Prospekt. Bei 15 Grad weniger. Gut, dass wir die Pullover hatten.
Am Sonntag wollten wir es wissen. Noch in gleißender Vormittagssonne verließen wir die B4 in Neumünster, kamen nach einem quälend langweiligen Stück wieder an dem Mittelgebirge raus, fanden den Weg zu der Schwebefähre und setzten schließlich erfolgreich nach Rendsburg über. Einen langen Nachmittag guckten wir uns moderne Kunst in Industrieruinen an, bis zur körperlichen Erschöpfung. Später, im Mittelgebirge, fuhren wir hin und her, auf der Suche nach einem Picknickplatz am See o.ä.. Das war natürlich unmöglich, und mittlerweile waren wir auch wieder wach. Der Versuch, eine Parallelstrecke nach Hause zu nehmen, für etwas Abwechselung, war eine Illusion. Die Straße von Nortorf über Gnutz war einfach unerträglich öde. Wir fanden die B4 wieder und glitten in den Abend. Am Ende des Highways tauchte ein Burgerrestaurant auf, wir fuhren vor und fühlten uns unschlagbar on the Road.
Am Sonntag wollten wir es wissen. Noch in gleißender Vormittagssonne verließen wir die B4 in Neumünster, kamen nach einem quälend langweiligen Stück wieder an dem Mittelgebirge raus, fanden den Weg zu der Schwebefähre und setzten schließlich erfolgreich nach Rendsburg über. Einen langen Nachmittag guckten wir uns moderne Kunst in Industrieruinen an, bis zur körperlichen Erschöpfung. Später, im Mittelgebirge, fuhren wir hin und her, auf der Suche nach einem Picknickplatz am See o.ä.. Das war natürlich unmöglich, und mittlerweile waren wir auch wieder wach. Der Versuch, eine Parallelstrecke nach Hause zu nehmen, für etwas Abwechselung, war eine Illusion. Die Straße von Nortorf über Gnutz war einfach unerträglich öde. Wir fanden die B4 wieder und glitten in den Abend. Am Ende des Highways tauchte ein Burgerrestaurant auf, wir fuhren vor und fühlten uns unschlagbar on the Road.
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