Die letzte Zeit war Stückwerk und gab außer Werkstattfahren mit Anjas Honda, Rumgegurke in Ottensen, verregneten Sonntagen und User-Experience Seminaren nicht viel her. Als Krönung sind alle Hauptstraßen der Stadt jetzt vollgesperrt, so dass man kaum einen freien Weg hinaus findet. Heute war es erst 18 Uhr. Über Schenefeld verließ ich die Stadt, kämpfte gegen Westwind Richtung Uetersen. Ich kann nicht durch diesen Ort fahren, ohne an Urzeiten zu denken. Diesmal poppte Uetersens einzigartiger Wegweiser auf: "Zur Marsch". Ich fuhr dort hin, an Deichen entlang und über plattes Land. Zu meiner Verwunderung gab es dort kurvige Straßen, an die erinnerte ich mich nicht. Über Elmshorn erreichte ich Kolmar, den unbeliebten Bikertreff. Unter uns, ich fand den Aufenthalt mit Cornetto Nuss, exzellentem Automatencappuccino und vorbeiziehenden Containerschiffen neuester Generation diesmal ausgesprochen angenehm. Auf dem Rückweg verzettelte ich mich etwas, aber das machte gar nichts, genauso wenig wie die in die Ärmel ziehende Kaltluft. Irgendwie kam ich nach Wedel und fand die Elbchaussee (noch mehr Schiffe). Alles war geschmeidig und leicht, ein durch und durch positives Benutzungserlebnis, das erst in der Dämmerung endete.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen