Der Grill glühte aus, die Dämmerung ging im Schwarz einer warmen Sommernacht unter. Ich ließ das Weinglas unangerührt, holte die Vulcan aus der Garage, setzte Anja auf den Rücksitz und gab Gas mit dem Bewusstsein, vielleicht das letzte Mal den warmen Wind zu spüren auf dem leergefegten, heißen Asphalt der Stadt, der Elbchausee, den taghellen Vierspurigen im Natriumgelb. Gegenüber vom Containerhafen stiegen wir ab. Links funkelte die Stadt, im Westen am Horizont flackerte apokalyptisch die Wetterfront, die heute Nacht den Sommer beendet. Wie genossen jede verdammte Sekunde.
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