Sonntag, Anfang Juli hatte alles ein Ende. Der Dauerregen der letzten Tage, vor allem aber das Einpacken, Auspacken, Räumen, Entsorgen und die monatelangen Exceltabellen. Alles war abgehakt und neu, und nun war da nur noch die Bonnie, eine freie Auswahl an Landstraßen und sonst gar nix. Ich ließ mich auf der B4 durch den Nachmittag treiben, über Kaltenkirchen, in Schräglage nach Hasenmoor und auf der 206 gedankenlos bis Segeberg. Die Fahrt war unbeschwert, ruhig und vollkommen harmonisch. Kühler Fahrtwind blies den letzten Baustaub aus dem Gehirn und machte die Atmosphäre spürbar, real, was ich sehr genoss. Von Segeberg aus gibt es eine wunderschöne Landstraße nach Oldesloe, sie führt kurvig durch hügeliges Land, dass sich nach dem Unwetter auch gerade selbst neu erfand. Ich schloss den Bogen über Pölitz, Lasbek, Ahrensburg, und rollte dann tiefenentspannt in die Stadt. Um mich waren nur Bekloppte, und mir machte nichts etwas aus, denn es war in Ordnung, alles.

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