Ein Sonntag ganz für mich, man kann das auch positiv sehen. Ich rollte auf der Autobahn nach Nordwesten, will die Wetter-App das gesagt hat. Ab Elmshorn eigentlich über Land Richtung Itzehoe. Da waren zig Umleitungen, und die führten zugegebenermaßen ganz interessant auf unbekannten Strecken abwechselnd durch die Marschebenen und Geesthügel. Ich fand die viel zu selten gefahrene Straße über Hochdonn nach Meldorf, fuhr ein Stück die B5 hoch, bog aber bei Heide wieder ins Landesinnere ab. Das allein wäre schon eine satte Tour, aber da ich nichts hatte außer Benzin und Zeit, nahm ich, wiederum raffiniert umgeleitet, den Weg nach Rendsburg. Es war ein Hochsommertag und es war einfach ein Genuss, allein durch das Land zu Gleiten, während der Kopf sich im interstellaren Raum befand. Von Rendsburg aus gibt es eine Landstraße nach Emkendorf. Sie führt weiter durch ein Mittelgebirge bis Rumohr und ist sensationell schön. Ich würde Eintritt zahlen für diese Straße. Es ging endlos so weiter, bis Ascheberg bei Plön. Ich wusste, dass in Ostholstein Sonntags die Supermärkte auf haben, wegen der Touristen. Dort lud ich Würste und Kartoffelsalat in den Rucksack, genoss noch einen Tiefen Zug der Seeumfahrung Dersau, Stocksee, Klein Rönnau. Von Segeberg aus war alles egal. Ich hatte Grillgut, bekam Sonnenbrand und hatte zweimal getankt. So ist es gut.

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