Den ganzen Tag hatte ich Kartons gepackt und Möbel gewuchtet. Nun war ich ausgehungert. Mit Anja konnte ich nicht rechnen, sie war nach Darmstadt abgehauen. Das Gute war, die Mittsommersonne scheint bis tief in den Abend, also nahm ich die Bonnie und begab mich auf die Suche nach was Essbarem. Harburg am Abend, immer wieder interessant, wir reinkopiert aus dem Ruhrpott. Ich hätte auch einen Döner genommen, wenn da einer gewesen wäre. Komische Umleitungen durch das zersiedelte Vorland, tote Dörfer, nix. Weiter. Winsen an der Luhe. Ja, es hat ein Stadtzentrum, aber das war mir unheimlich. Rückenwind trieb mich schwerelos immer weiter, und Lüneburg kündigte sich mit grellen Gewerbegebieten an. Im Augenwinkel sah ich ein Griechisches Restaurant. Vorfahren, einmal Gyros. Lecker. Keinen Ouzo. Dafür eine traumhafte Rückfahrt über Geesthacht und die Deichstraße im stechenden Gegenlicht mit fast leerem Tank zurück in die brodelnde Stadt. Ich holte mir einen Griechischen Joghurt mit Honig vom Rewe und legte die Füße hoch.
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