Über Pfingsten war Anja nach Dublin abgehauen und ich saß allein zu Hause, wartend auf den Abzug eines Regenbandes. Es dauerte bis Sonntagnachmittag, und selbst dann war es noch ratsam in die untere linke Ecke des Bildschirms zu fahren, wo es klar war. Leider war dies das Gebiet um Stade und Bremervörde herum. Jeder weiß, wie reizarm die Gegend ist. Dennoch: Die völlige Einsamkeit auf den Birkenalleen unter endlosem Himmel, die seltsam saubergefegten, langgestreckten Veendörfer und nicht zuletzt die ganzen unterschiedlichen Grüntöne, das waren Sachen für dich man halt auf diese Weise mal, ganz für sich allein, einen Blick hatte. Mit den Kilometern kann der Hunger und ich arbeitete mich zum Lüheanleger vor, da sind die Biker, heute meine Kumpels. Letzlich mampfte ich meine Wurst allein, war wie gehabt doch eher darauf bedacht, unansprechbar zu bleiben. Abends kam ich durch die Schanze zurück, da waren viele Menschen, die waren aber Fußgänger, die hatten mir erst recht nichts zu sagen.

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