20 Jahre !!!

20 Jahre !!!

Sonntag, 22. April 2018

Paradies in Süden

Das ganze Wochenende war ein Paradies. Man musste nur beachten, nicht zu nah ans Meer zu kommen, denn das war noch gefroren und dort wehten eisige Polarwinde. Im Süden hingegen, da brutzelte satte Sommerwärme vom Himmel. Wir ließen uns die B3 nach Soltau tragen, parkten auffällig und bestellten Eis. Es ging dann noch weiter und ich suchte bei Bergen einen östlichen entspannten Bogen. Wir hatten das Vio dabei, und als wir irgendwo zwischen 2 Dörfern standen stellte ich fest, dass ich vergessen hatte, die Karte herunterzuladen. In der Folge drangen wir immer weiter in unbekanntes Gebiet vor, offenbar südöstlich von Lüneburg, genau wussten wir es nicht. Die Sonne schien auf ein Landschaftsgemälde, die sanft schwingenden Landstraßen hatten wir ganz allein für uns. Vor allem im Bereich zwischen Unterlüß und Eimke Richtung Nordosten hat man lange Strecken ohne Dörfer, durch weite Wälder und sanfte Hügel. Das hätte immer so weiter gehen können und nachdem wir über Lauenburg und die Deichstraße viel später Hamburg erreicht hatten, sprachen wir den ganzen Abend davon.

Am Sonntag war die Wetterlage noch genau gleich. Daher landeten wir wieder in der Region. Ein Stück Elbuferstraße Richtung Bleckede, vorher nach Laune in den unbekannten Süden abzweigen. Es kam gleich wieder eine Traumstrecke zum Vorschein: Karze, Neetze, Thomasburg. Nichts los außer Sonne, Frühlingsgrün und sauberem Asphalt. Weiter Bis Bad Bevensen, auf dem Weg durch verlassene Museumsdörfer und romantische Alleen. Das Vio war heute zwar einsatzbereit, wurde aber angeschaltet, als es uns in winzigen Hinterweltdörfern auf 30er Zonen abbiegen lassen wollte, mitten durch die Wohnzimmer der Ureinwohner. Es war die eigene Nase, der wir nachgefahren waren und auf einem sandigen Waldweg landeten, der entweder zur nächsten Bundesstraße führte, oder fünftausend Kilometer durch Sibirien. Das helle Licht, der makellose Himmel, die ergrünende Landschaft, das alles sah aus wir von einem Werbedesigner nachbearbeitet, etwas 'drüber' vielleicht. Abends war noch Aktion geplant, daher beschlossen wir in der Nähe von Soltau bei 27 Grad den Heimweg über den langen, ruhigen Highway 3. Später musste ich noch die Kawa in die Garage überführen, es endete damit, dass ich kreuz und quer durch die ganze Stadt fuhr, nur um noch ein letztes Quantum dieses Aprilparadieses herauszuquetschen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen