20 Jahre !!!

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Donnerstag, 28. Februar 2019

Das richtige Feeling

Der Pilot bekam schwitzige Hände beim Anflug und machte uns auf alle Eventualitäten gefasst. Das ging dann zwar doch noch alles glatt, aber die Wetterlage auf Madeira war definitiv verdreht. Für uns war das dufte, denn welchen Kurs wir auch immer nahmen mit unseren Mietmaschinen, die Sonne schien auch da, wo normalerweise z.B. nasskalter Nebelwald hingehört, auf der Hochebene, oder wo es rau stürmen müsste, im Norden. Jeden Tag erkundeten wir eine andere Region des Mikrokontinents. Da die Touristen gut in den Abspeiserestaurants der Städte gebunden waren, blieben wir auf den kurvigen und ungeheuer steilen Bergstraßen meist vollkommen allein. Optimal für die Benelli 300 mit ihrem faden Bauernmotor und Anjas kernige Mash Two Fifty mit suizidösen Stollenreifen. Nach zwei Tagen hatten wir einen Sonnenbrand und das richtige Feeling für die Insel, die Straßen, die Bikes, Bolo do Caco und Prego Normal. Wir wussten, wann die Aida ablegt und wo im Supermarkt der beste Wein steht. Trotzdem gab es überall Überraschungen: Monsterwellen, die sich über den Parkplatz brechen, Feuer in Funchal und Offroad-Tunnel für Fortgeschrittene. Am Ende war alles stets in trocknen Tüchern und wir betrachteten die Dinge sehr lässig, aus der Abgehobenheit einer Dachterrasse. 

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