Mitten im Februar gab es einen einzelnen leuchtenden Samstag mit 10 Grad. Ich verbrachte ihn mit der SR und dicken Socken auf Landstraßen im südlichen Umland. Von Anfang an war es eine herrliche, angenehme Fahrt mit kaum mehr als 90 Sachen. Als die Finger anfingen kühl zu werden, hatte ich mich gerade im zersiedelten Gebiet zwischen Maschen und Hittfeld verhakt. Ich suchte dort den Harley-Davidson Händler, um mir etwas anzuschauen. Es gab einen beheizten Verkaufsraum, wirklich schöne Bikes, Gratiskaffee und vor allem einen Kunden, der alles, aber auch alles wusste. Und es mir auch sagte. Voller Eindrücke drehte ich danach noch eine ziellose Runde durch die sonnige Nordheide, schaute auf die Uhr, dachte ein paar Mal ich müsste bald nach Hause, hing aber immer noch einen Schlenker dran. Außerdem realisierte ich, wer eine Custom-SR hat, braucht eigentlich keine Street Bob. Die Yamaha-Fahrer kommen zwar auch an und erzählen, scheinen unterm Strich aber differenzierte Weltbilder zu haben. Ich erreichte die Stadt mit wieder kalten Fingern und tiefer Zufriedenheit.

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