Die Wege aus der Krise führen nach wie vor ausnahmslos nach Süden aus der Stadt hinaus. Aber immerhin gib es sie. Nach wie vor verfolgten wir primär das Ziel, eine Stelle am Deich zu finden wo man die Decke ausbreiten und Hard Science Fiction lesen kann. Im Westen gibt es zwei Flüsse, deren Namen man nicht auseinander halten kann (deren Verlauf übrigens auch nicht), die aber Deiche haben. Sie Sonne knallte senkrecht und ein hefiger Nordostwind schob uns vor sich her auf den einsamen Straßen zwischen den nichtssagenden Dörfern im Bermudadreieck zwischen Buxtehude, Stade und Kutenholz. Das Vio führte die Himalayan dabei über kleinere Verbindungswege, die Mash folgte, und wir waren echt überrascht wie schnuckelig frühlingszart manche Ecke aussah. Irgendwann standen wir, interstellar distanziert von jeglicher Menschheit, auf einer Marschwiese. Vor uns lag tatsächlich ein zugängliches Stück Deich an der Oste (oder Este, weiß nicht). Leider war der Ostwind rasiermesserscharf geworden, so dass wir die Handschuhe anbehielten und die Picknickdecke gar nicht erst abschnallten. Vor der Rückfahrt gegen den bissigen Wind hatten wir Angst. Aber im gleichmütigen 70 km/h Trott auf der B73-Todesstrecke ließ es sich aushalten, besser als gedacht.
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