Ostern 2020: Tiefgreifende Einschränkungen galten für Fußgänger. Wir gehörten zu den Privilegierten. Nicht nur wir: Auf den Straßen im Großbereich Nordheide fuhren ausschließlich Bikes. Wir waren auf einer distanzierten Fahrt mit Ben und Kiki unterwegs. Markus und Christoph waren auch auf der Straße, auf einer gegenläufigen Tour, und schalteten sich gelegentlich elektronisch dazu. In dieser Form war das alles legal. Den ganzen Tag cruisten wir über die endlosen, leergefegten Highways. In Unterlüß hielten wir erstmals. Unweit der Waffenfabrik brannte die Sonne, gab es Fachgespräche, und alle wollten die Himalayan ausprobieren. Es ging Vio-geführt auf traumhaften Umwegen bis nach Amelinghausen, dann wieder südwestlich bis kurz vor Soltau. Es war egal, alles bestand nur aus ungestörtem Gleiten mit 90 Sachen über nie mehr endenden Asphalt. Im weiten Westen, bei Sittensen, trennten wir uns. Die beiden fuhren auf ihren Landsitz, Anja und ich brummten mit satten 300 Klimometern auf der Uhr und einsetzender Müdigkeit in die verseuchte Stadt.

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