Also ein bisschen mutig war es schon, noch einen Mittwoch frei zu nehmen, einfach so. Dass es um den wohl letzten Sommertag ging, hingen wir nicht an die große Glocke. Nach kurzer Fahrt war sofort alles klar: die Entscheidung war richtig, ach, alternativlos. Neulich sagte ich, die Elbuferstraße von damals hätte ausgedient. Das stimmte fürs Cruisen, relativierte sich aber für das heutige Mash/Himalayan-Duo. Ab Lauenburg war null Verkehr, wir gaben uns kurvigem Gebummel durch einem prallen Tag voller Sonne hin. Die holprigen Straßen kamen gerade recht, und als Highlight gab es die Verbotene Straße zwischen Darchau und Hitzacker. Sie führt über Berg und Tal durch den Wald, und heute war sie erlaubt. Danach hatten wir Zeit zum Dösen auf einer Elbwiese, Hornissen und Seeadler bewundernd, die Wärme genießend, die sich ganz und gar sommerlich anfühlte. Dazu kam das schelmische Gefühl, diesen prächtigen Tag gemopst zu haben wie eine Knackwurst aus dem Kühlschrank. Für die Rückfahrt nahmen wir nochmal die Bergstrecke, und navigierten durch unbekanntes Hinterland von Thomasburg, das super aussah, dann ging es zickzack zurück bis an den Elbdeich. Wir hatten überhaupt keinen Bock auf Feierabendverkehr in der Stadt. Stattdessen ergoogelten wir uns einen Dönerladen in Scharmbeck und warteten auf die Dämmerung. Sie kam früh, warm, und wir segelten zurück wie an einem Sommersonntag.
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