Der Sonntag kam wie aus einer heilen Welt. Frisch, hell, und kristallklar begann schon der Tag, und bis zum Schluss trübte kein Wölkchen oder Gedanke das Bild. In lässigem Style rollten unsere Cruiser durch Geesthacht und Lauenburg. Auf der B5 gefiel mir die Idee, einfach immer weiter zu fahren, auf der herrlichen, endlosen Allee. Kurz darauf meldete sich Anja per Funk. Sie wollte zwar nicht bis ans Ende der Welt, aber warum nicht z.B. mal nach Ludwigslust? Die B195 sparten wir und kurzerhand für den Rückweg auf. In Lulu gab es die bekannten Ziegelbauten, ein Schloss mit großen Fest und, wer hätte das gedacht, Menschen im Überfluss. Dazu echte Sommerwärme, durch die wir in viel zu warmer Funktionswäsche stapfend die Stadt erkundeten. Das Stück nach Süden bis Dömitz war eine enge Allee mit dicken Bäumen, unbekannt und doch vertraut. Dann die Rückroute über die einsame B195, ein unschlagbarer Klassiker im warmen Nachmittagsflirrlicht. Mit kaum mal schneller als 80 Sachen schwangen wir frei von Sorgen durch den Sonntag. Später, am Elbdeich, gab es noch ein Alkoholfreies unter Pusteblumen. Einen Moment lang war alles klar.

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