Das einzig Gute am Saisonkennzeichen ist, dass es dadurch einen formellen Saisonstart gibt. Zumindest für die Bolt. Anja feierte auf der Rebel mit. Die Maschinen fanden das Getue albern. Sie gingen an wie gestern abgestellt. Die Rebel hatte nicht einmal Luft verloren, wie sich an der Jet Tanke Feldstraße zeigte. Anhand der Wetterkarte nahmen wir einen nicht zu groß gedachten westlichen Kurs, dort sollten stabile Sonnenstrahlen sein an diesem ansonsten spätwinterlichen Karfreitag. Das, und überhaupt alles, rückte in den Hintergrund, als wir uns auf freier Strecke befanden und die Cruiser über das Land segeln ließen. Das Gefühl war sofort so wieder da, als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben. Winter erschien wie eine absurdes, abwegiges Konzept. Es lag vielleicht auch an den warmen (z.T. beheizten!) Sachen, dass wir in Kollmar mit überzeugender Lässigkeit vorfuhren. Wir parkten etwas abseits, damit keiner die Staubschicht sah. Auf dem Rückweg zogen Wolken über Rellingen auf und brachte die vertraute, fahle Kälte zurück. Die Lässigkeit blieb.
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