Immer noch langes Wochenende, das war gut. Und wir hatten einen Plan: Ausgiebige Tour nach Tangermünde, dort Treffen mit Thomas. Wir verließen die Stadt in sonniger Morgenfrische auf der B75, cuisten durch die Heide und verloren uns bald darauf in den Weiten des Wendlands. Sonnige, ungestörte Kilometer durch endlose Wälder und grenzenlose Flächen zogen vorbei und gaben den ersehnten Raum zum Atmen. Das Gefühl steigerte sich ins Unermessliche in der Einsamkeit der Altmark. Vollendetes Highway-Cruisen wechselte sich ab mit DDR-Holperpisten. In völliger Abwesenheit von Menschen trieben wir durch Zeit und Raum. Thomas erwartete uns im Hochsommer in Tangermünde, das in den letzten Jahren ganz groß rausgekommen war. Es gab einen würdigen Abend zu dritt, mit Motorkultur am Kay, Bier unter Bäumen, Furzwurz und Küche bis nach 9.
20 Jahre !!!
Montag, 29. Mai 2023
Atmen.
Der Montag begann schon kristallklar. Thomas steuerte seine Himalayan zur zur Fähre bei Grieben, wo wir uns gegenseitig fotografierten und dann trennten. Die Bolt und die Rebel kreuzten bei Gegenwind die Strecke zurück durch die Altmark. Wieder setzte das introvertierte einatmen der gesamten grünen Fläche ein, durch die sich einsame Asphaltbänder zogen. Salzwedel, Uelzen, unbekannte, traumhafte Highways voller Freiheit. Weiter im Norden, in der Heide, spürte man den Verkehr im Dunstkreis der Metropole. Das Menschengewimmel im Eiscafé Salzhausen war Overkill, nach all den gedankenverlorenen Kilometern. Der Rest der Fahrt war Routine. Wir kamen im Schanzenviertel an, die Köpfe leer und zufrieden.
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