20 Jahre !!!

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Sonntag, 21. Mai 2023

Himmelfahrer:innen

Das lange Himmelfahrtswochenende war da, und jeden Tag war ein Grad weniger auf dem Radar. Am Ende trugen wir lange Unterhosen und ich saß auf der wetterfesten 500X. Aber das Wichtige war, wir waren unterwegs. Die vielen Menschen drängten sich an den Hotspots und auf der Autobahn, dazwischen lagen endlose Weiten durch die einsame Landstraßen führten. Genau da verlief unser Weg nach Hörden. Eine Neben-Nebenroute durch die Heide bis ans südliche Ende. Kurz nach Celle kam die Stelle, von der aus das erste Mal die Berge zu sehen sind. An die konnten wir uns erinnern. Nach dem Einchecken, vor der Tagesschau , gönnten wir uns noch eine leichtfüßige 80-Kilometer Sundowner-Runde in den leeren Harz. Das ging wie ein Spaziergang, unkompliziert und umwerfend gut.

Der Samstag war kühl, aber es gab auf der anderen Seite des Leinetals einen genialen Umweg über Uslar nach Einbeck. Freier, schwingender Asphalt in wucherndem Grün, Berg und Tal in perfekter Dosis. In Einbeck besuchten wir das berühmte Museum. Das war gut, denn indem wir die Jacken anbehielten, konnten wir uns effektiv wieder aufwärmen. Die Ausstellung selbst übertraf die Erwartungen. Für die Rückfahrt nahmen wir wieder den genialen Umweg, weiteten diesen noch etwas aus, und hingen auf der anderen Seite noch eine noch einsamere Runde über die wogenden Hügel des Eichsfelds in der inzwischen wiedergekehrten Abendsonne. In Hattdorf bekommt man Dönerteller, auch gut zu wissen.

Sonntag Waren wir schon etwas unruhig schon beim Frühstück, Angst vor der anrückenden Westfront und rückreisenden Autos lastete auf allem. Um zügig auf die sichere Seite zu gelangen, programmierten wir eine besonders trostlose route über Salzgitter und Peine, die aber angenehm leer war. Auf Nebennebenstraßen nach Norden durch die Heide, mit Abstand zu jeder Zivilisation und vor allem jeglichen Autobahnumleitern. Die Fahrt war schön introvertiert aber auch interessant, zum Beispiel in Wienhausen. Mit den Kilometern kam schwere Sommerhitze. Der Regen kam nicht. Autos auch nicht, nur manchmal auf dem Navi blinkte es rot. Nachmittags waren wir zu Hause, in der schläfrigen Großstadt. Ich nahm mir noch kurz die SR und fuhr durchs Industriegebiet.


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