Anja hatte es verdient, ein Kontrastprogramm: Als Honda-Duo ging es im Kürzeste-Route-Modus in den Südwesten von McPom. Der Weg dorthin war eher blöd, durch Barmbek und Bergedorf, aber mit Rückenwind und unbeschwert. Im Zielgebiet war es genau so, wie man es sich wünscht für eine wendige 500er: Plattenwege durchs Gebüsch, dunkle Alleen und staubige Felder im Hinterhof von McPom, dazu befreiende Menschenleere. Man wundert sich über die ergiebigen, langen Strecken im Nirgendwo zwischen der B195 und B5. Lübtheen tauchte auf wie eine Großstadt. Dann wieder Wildnis. In der Nähe von Kaarßen kamen wir in die Elbauen. Hitze brütete, wir ruhten uns im Wind auf dem Deich aus. Zusammen mit einem Harleypäärchen machten wir uns auf einen willkommenen Umweg nach Darchau, zu einer alternativen Fähre, die angeblich nicht auf einer Sandbank fest saß. Auf der Elbuferstraße ging es entspannt in den langen, lauen Abend. Es folgte Geesthacht, die Deichstraße, halb 9 die Stadt. Bis in die Nacht schwärmten wir von dem Tag.
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