20 Jahre !!!

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Samstag, 5. August 2023

Wellness

Am Freitagnachmittag allein nach Hörden aufbrechen, das geht, mit der richtigen Einstellung und wenn man weiß wie. Die Autobahn überließ ich auf dem ersten Stück den Vierrädrigen, die sich dort im Stau genügsam aufreihten. Meine 500X rauschte auf der B3 nach Süden, Die Schauerzelle über Soltau würde rechnerisch rechtzeitig abziehen, und tat dies auch. Auf Nass juckelte ich das letzte Ende bis Fallingbostel, ab dort war die BAB frei, und ich auch. Mit jedem Kilometer lichtete sich der Himmel und der Verkehr, und die Mühsal transformierte zu einer Art Wellness bei 130 Km/h und Rückenwind. Gut gelaunt bog ich irgendwo bei Bockenem ab und schmiss mich in die ersten Kurven. Durchs Innerstetal kam ich in die Herzberge. Es war früher Abend, die Sonne schien und beim Edeka gab es Frikadellen. Dazu einfach Kartoffelsalat und eine Dose Bier, ich war allein.

Morgens zwitscherten die Vögel und ich studierte den Wetterverlauf. Es war besser, heute schon zurück zu fahren, aber bitte mit maximalem Umweg. Ich war allein, alles war möglich. In der Vormittagsfrische ging es durchs Eichsfeld bis in Sichtweite des Thüringer Waldes. Niemand außer mir war auf den Straßen, und das ging praktisch den ganzen Tag so weiter. In der Nähe von Witzenhausen kam ich über die Grenze, kurvte weiter durchs Werratal bis ins Wesergebirge. Im Tomtom hatte ich eine Strecke abseits der Hauptrouten programmiert. Orientierungslos und glücklich gab ich mich den saften Schwüngen, Wäldern und Wiesen hin, durchfuhr Orte, die freundlich und unbedeutend kamen und gingen. Im Rückspiegel sah ich manchmal Regenschauer, doch ich schaute nach vorn. Dort, in der Nähe vom Steinhuder Meer, war etwas Verkehr und die Ödnis der Tiefebene schon spürbar. Schneverdingen, das war schon fast Heimat. Sehr entspannt kam in in Hamburg an, wo ich von 3 Künstlerinnen empfangen wurde, die mich als Held feierten.



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