Alleine am Samstag, nicht schlimm. Den Tag hatte ich schon mal anfangen lassen und die Z erst klargemacht, nachdem die Alltäglichkeiten eingetütet waren. Sie fuhr dann auf den üblichen Wegen nach Süden aus der Stadt raus, alles lief normal bis zur Sperrung der Straße nach Fliegenberg. Ich brauchte ewig, um irgendwie östlich an Harburg vorbeizukommen, verstrickte mich im undurchdringlichen Wirrwarr zwischen Maschen und Stelle. Das Beeline war inzwischen auch abgestürzt, die Vollsperrung der B4 (echt!) durchfuhr ich auf dem Gehweg. Danach fiel alles von mir ab und ich rauschte weitgehend allein durch die Heide, auf einer quer verlaufenden Route bis zu den Hügeln südlich von Lüneburg. Das war so befriedigend, dass ich freiwillig die Hauptstraße bis Lauenburg in Kolonne fuhr, und von dort schläfrig am Deich entlang nach Hause.
Am Sonntag schwärmte ich Anja von dem Mittelgebirge südlich von Lüneburg. Das motivierte sie und wir fuhren eine sehr ähnliche Route nochmal zusammen. In Salzhausen brauchten wir Koffein, welches wir in einer Bäckerei abseits des Massentourismus bekamen. Die Sonne brannte, die Landstraßen lagen in tiefem Sommergrün zwischen geernteten Feldern. Leider waren auch in den entlegensten Ecken immer Autos unterwegs, was aus unserer Sicht keinen Sinn ergab, und auch nicht erwünscht war. Es gab aber auch herrlich fließende Abschnitte, zum Beispiel die Verlängerung von Bienenbüttel bis Bleckede. Weil der Tag lang war, setzten wir mit einer antiken Elbefähre über nach McPom, wo es ganz anders aussah. Noch ein Stück B195, ohne nennenswerten Verkehr, dann ganz klassisch zurück über Geesthacht und die schläfrige Deichstrecke. Wenn ich nicht im letzten Moment die panisch blinkende Benzinleuchte gesehen hätte, wäre es vielleicht noch abenteuerlich geworden. So war es nur ein gemütlicher Sonntagsausflug.


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